18×01 – Have you tried turning it off and on again?

Bild: Channel4, FreemantleMedia

Die Jungs aus dem IT-Keller der britischen Firma Reynholm Industries halten nicht nur Computer und Netzwerke am Laufen, sie stolpern auch von einer komplizierten Situation und von einem Fettnöpfchen ins andere. Frauen, Nerdtum, eingesperrte Gruftis, verstorbene Chefs und das alles in einer endlosen Aneinanderreihung gnadenlos ausgewalzter Witze.

Moss, Roy und Jen heissen die drei Protagonisten, die wir durch ihren liebevoll teils chaotisch, teils sehr peinlichen aber immer enorm witzigen Alltag begleiten. Unten im Keller ist man ja eher unter sich, also muss man sich weder dem gestrengen optischen Firmenprofil noch Regeln und Abläufen der oben liegenden Bürowelt unterordnen. Ob nun Jen versehentlich für tot erklärt wird, der Feuerlöscher im Flur vor dem IT Büro zu ihrer Pilgerstätte wird, der Chef nach seinem Ableben ewig dem Essen eines Apfels fröhnt oder ihr euch jetzt fragt, wie geht das alles eigentlich nur? IT Crowd hat einiges zu bieten und ist momentan sehr komfortabel über Netflix zu empfangen. Diese Perle der britischen Comedy sollte viel weiter verbreitet sein.

Die Serienrepublik liebt’s

Tim, Tobi und Oli sind alle mehr oder weniger im IT-Bereich tätig und kennen viele der überspitzt dargestellten Situationen aus der Serie auch aus dem eigenen Leben. So hat auch Tobi das Herz seiner holden Ehefrau Nicole beim Herumkriechen unter einem Schreibtisch auf der Suche nach einer Störungsquelle erobert.

Ob sie sich nun mit Deutschen Kannibalen herumschlagen, weil diese große HiFi-TV-Systeme ihr eigen nennen, schwule Kabarettnummern und anschließende Verwirrspiele ertragen müssen, Kinovorführungen im kleinsten Cinema der Welt (die Toilette steht direkt neben dem Bildschirm) in Roys Wohnung und vieles mehr außerhalb des Büros ist gnadenlos komisch inszeniert.

Zukunft

Tja, eine Zukunft scheint The IT-Crowd gar nicht zu haben. Nur 24 Episoden, ein misslungener Versuch das Format in Deutschland neu zu verfilmen und eine Abschiedsepisode in der letzten Staffel. Die Fangemeinde würde sich zwar wünschen, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist und Moss, Roy und Jen noch einmal ab dem Jahr 2019 auf die internationale Zuschauerschaft losgelassen werden. Aber leider scheinen die Weichen dauerhaft auf das Abstellgleis zu führen. Wir verstehen’s nicht, die Serie ist topaktuell und bietet eine echte europäische Alternative zur inzwischen weidlich ausgenudelten Big Bang Theory.

Aus dem Cast verlinkt

Channel 4 Themenseite

Netflix Themenseite

Bastard Operator from hell

avatar Oli
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17×22 – Podwichteln – The Lobster


Kommt mit uns in den Wichtelwald wo die Tiere leben, die keinen Partner gefunden haben, als sie noch im Hotel waren. Trefft den Esel, der erschossen wird und die Frau, die später ein Pony wird und tanzt mit ihnen zu elektronischer Musik – ABER BLOß NICHT FLIRTEN DABEI!
Lobster - Tierwahl

Welches Tier bist du?

Wir sind Panda, Kamel und Igel und haben die Ehre, in diesem Jahr die Serienrepublik zu bewichteln. Deshalb haben wir eine Folge zu dem Film “The Lobster” aufgenommen und reden über ihn.
Hier müssen wir auch gleich die Spoilerwarnung auspacken! Da ihr den Film aber sowieso schauen solltet, ist das ja nicht schlimm. Einfach weiterhören, wenn ihr das getan habt.

Black Mirror der Film

Bedenkt man die teilweise skurilen und lustigen Szenen in einzelnen Folgen “Black Mirror”, könnte man diesen Film wirklich als eine Art Film zur Serie sehen.
Thematisch und stilistisch hat er alles, was die Serie auch hat: Dystopische Zukunft, Gesellschaftskritik, verstörende Szenen.

Dennoch ist es ein komplett eigenes Werk. Es trägt eine klare Handschrift, die sicherlich beeinflusst ist, aber von keinem Einfluss zu stark geprägt wurde.
Die Dialoge, das Szenenbild, die Farbwahl der einzelnen Shots und vorallem natürlich die Geschichte sind genauestens geplant und nichts ist dem Zufall überlassen.
Der Film macht nicht nur beim ersten mal Spass, aber dort ist er sicherlich am beeindruckensten, denn man hat sehr viele Fragen während des Anschauens.
Nicht, dass sich die Fragen im Anschluss klären würden, aber sie werden doch zumindest teilweise etwas weniger.
Es ist nicht so, dass der Film einen ratlos oder verstört zurücklässt. Er hat trotz des offenen Endes eine Geschichte erzählt, der man folgen kann und auch will, denn sie ist interessant.
Interessanter als Blockbuster Kino, wie wir finden.

Warum Kamele nicht in britische Wälder gehören

Die Prämisse des Films allein ist vermutlich ausreichend, um das Interesse des Zuschauers zu wecken: Es geht um eine Gesellschaft, in der man nicht Single sein darf.
Kommt man in die missliche Lage des Jungesellendaseins, hat man genau 45 Tage Zeit, in einem Hotel, die neue Zwangsliebe seines Lebens kennenzulernen. Andernfalls wird man in ein Tier seiner Wahl verwandelt.

Der Hummer

Umgesetzt wird diese Prämisse vorzüglich. Die Stimme unserer zweiten Protagonistin aus dem Off trägt sicher viel dazu bei, dass man die Handlung überhaupt versteht, doch auch die Bilder und der Subtext
erzählen uns einiges. Ja, sogar die offen gelassenen Fragen erzählen uns etwas und bieten uns einen Film, über den wir noch eine weile nachdenken können werden und die Hörerinnen und Hörer der Serienrepublik
hoffentlich ebenso!

Wir wünschen allen Frohe Weihnachten!

 

17×21 – Quo vadis Demogorgon?

80er erhebt euch

So möchte man glückseelig ausrufen, wenn man anfängt, Stranger Things zu schauen. Diese Mystery Horror Serie von 2016 taucht erfolgreich ein, in die Stimmung der Produktionen der damaligen Zeit. 4 Jungs kämpfen gemeinsam, mit ihrer geheimnisvollen Freundin Elfi, gegen düstere Gestalten aus einer erschreckenden Paralleldimension.

Der Demogorgon ist das Monster, das alle in Angst und Schrecken versetzt. In Staffel 1 kommt er bereits enorm gruselig rüber, in Staffel 2 bringt er zusätzlich Gesellschaft mit und man weiss nicht mehr wohin man vor lauter Monstern schauen soll.

Was zeichnet die Serie aus?

Neben der bereits beschriebenen sehr glaubwürdigen Darstellung der Optik und des Gefühl der 80er Jahre wartet die Serie mit hervorragenden Schauspielern und spannenden Drehbüchern auf. Der Schrecken wird oft nur angedeutet und das macht ihn dadurch nur noch gruseliger, als wenn das tatsächliche Monster ständig zu sehen wäre. Den Effekt kennt man bereits aus frühen Alien Filmen. Wenn es unter den Raumschiff Gehsteigen plötzlich rappelt erschrak man zu Tode obwohl doch noch gar nichts passiert war. 😉

In einem Einspieler bezeichnet Felo eine Besonderheit die ihm zwischen Staffel 1 und 2 auffiel. In Staffel 1 hielten ihn die gut gespielten kindlichen Charaktere bei Laune und in Staffel 2 die überzeugenden Erwachsenendarstellungen von so hochkarätigen Schauspielern wie Wynona Ryder oder Sean Astin. Dass einer der wichtigeren Charaktere viel zu früh das zeitliche segnete, stieß allen unseren Castern sauer auf.

Die Serie soll noch zwei weitere Staffeln bekommen. Dann werden die Jungs wesentlich älter sein und wir befürchten, dass es dann noch stärker um Beziehungsaspekte gehen wird. Das deutete sich in Staffel 2 schon stark an und es könnte durchaus sein, dass dies noch ausgebaut wird. Wir hoffen, zugunsten der Serie, dass die Macher sich damit zurückhalten und beim Wesentlichen bleiben.

Aus dem Cast verlinkt

Soundtrack zu Staffel 1 – Amazon Afiliate

Eleven Ketchup Dispenser

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avatar Tim
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17xSS1 – Kapitalismus, wir kommen!

Ein reguläres Thema

.. hätte es werden können. Allein, es ward nicht. Da Porz verkehrstechnisch abgeschnitten war, konnten die Serienrepublikaner nicht zu dritt das Jubiläum des 20. Podcasts mit einem speziellen Film begehen.

Und so nutzen Felo und Tim die Gelegenheit und stellten unser neues System vor, das schnelle Geld zu machen. Dabei spielt ihr, unsere Hörer eine nicht unwichtige Rolle! 😉

In diesem Sinne: Habt Spaß und werdet Patrone!

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Serienrepublik Special: Eine Stammtischlerei

Diese Sonderausgabe der Serienrepublik wendet sich explizit an alle Freunde gepflegter, in technisch brillanter Tonqualität präsentierter Konversation in gehobener Gesellschaft:

Geht weg!

So, nachdem das nun erledigt ist, können wir uns wieder unserer eigentlichen Hörerschaft zuwenden.

Hallo, Ihr Würste! Herzlich Willkommen zur Stammtischrepublik!

Was der Kölner Doctor-Who-Stammtisch an personeller Quantität vermissen lässt, hat er stets schon durch konsequenten Verzicht auf jegliche Qualität gekonnt auszugleichen gewusst:

Ungeordnete Auszüge aus den Stammtisch-Gesprächen. Wenn Ihr die gelesen habt und versteht, worum es geht, müsst Ihr eigentlich den Podcast gar nicht mehr hören!

Intellektuell hochanspruchsvolle Gespräche über ernste, tiefschürfende Themen konsequent vermeidend wird dort seit jeher Erfahrens-, Wissens- und auch wieder Vergessenswertes nicht nur über britische Zeitreisende, sondern über Filme und Serien aller Art aus-, ver- und schlagabgetauscht (unter erschwerten Bedingungen, wie dem Konsum von viel Kölsch, dem Verzehr deftiger Speisen und dem Erdulden von im Hintergrund laut weihnachtsfeiernden Nicht-wirklich-Japaner-Gruppen.)

Ein eher schweigsamer Gast: der 1. Doctor

Ein idealer Ort also, um Felos neuestes Spielzeug, ein schickes, kleines ZoomH2n-Aufnahmegerät, mit dem er sich in Vorbereitung auf ein kommendes Podcast-Projekt selbst beschenkt hat, auszutesten und zumindest einen Teil besagter Wissensperlen vor besagtem Vergessen zu bewahren.
Und dabei die alte These auf ihren Wahrheitsgehalt zu untersuchen:
Nur weil man ein technisches Gerät einschalten kann, muss man es noch lange nicht richtig bedienen können.
Entstanden ist dabei ein Podcast für die audiophil ganz Hartgesottenen. (Sagt also nicht, Ihr wärt nun nicht ausreichend gewarnt worden!)

 

Unterstützung haben Felo und Tobi von ihrem zukünftigen Podcaster-Kollegen (aus besagten zukünftigen Podcast-Projekt) Thure, sowie vom treuen Stammtisch-Stammgast Damian erhalten. Außerdem von diversen Kellnern und Köbesen, die das besagte, zum Reden dringend benötigte Essen und Getränke servierten.
Und natürlich von besagter Weihnachtsfeier-Gruppe im Hintergrund.

Viel Spaß bei Stammtischgeplauder und -geplapper über Doctor Who, Star Trek, The Orville, Colt Seavers, Michael Knight, Michael Knight!, MICHAEL KNIGHT!!!, Baywatch, Dracula, Asterix, M*A*S*H, Highlander, Torchwood, nicht ganz unverdientes Serienrepublik-Bashing, andere Podcasts, die alle so viel besser sind als wir (schnief!), Krüstchen-Gulasch, Mettbrötchen, Kölsch, Käsekuchen, Indianerhöschen, Das Schwarze Loch und Heidi ohne Raumschiffe.
Und Gesang. Aber ohne Ukulele.

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17×19 – Berlin, Berlin – Wir fahren nach Berlin!

© 2017, 2018 X Filme Creative Pool

 

“Ganz großes Deutsches Fernsehen.”

© 2017, 2018 X Filme Creative Pool

So hiess es in unserem Vorschlagsthread zu ‚Babylon Berlin’ und so haben wir kurz vor unserer 20. Folge, für die wir uns wieder eine besondere Perle der Filmgeschichte herausgesucht haben, einen kurzen Abstecher nach Berlin unternommen.
Denn dort wurde einiges aufgefahren um die Weimarer Republik wieder erstehen zu lassen und Komissar Gereon Rath aus Köln ein spannendes Ermittlungsumfeld zu bieten.

Nur Krimi?

Ja, das war Tims erste Befürchtung, denn dieses Genre entspricht so gar nicht seinem Interessensprofil, wenn der Hauptdarsteller nicht gerade Benedict Cumberbatch und die zugehörige Serie Sherlock heisst. “Neeeeins, das wird der Sache überhaupt nicht gerecht. Das ist viiiiel mehr als das…”, war Olis passende Erwiderung. Und so mussten wir uns natürlich davon überzeugen und haben uns die ersten zwei Episoden von bereits 2 fertig produzierten Staffeln angeschaut. Besprochen haben sie dann Tim und Oli gemeinsam in einem kurzweiligen Gespräch rund um dreckige Waschbecken, Kriegskranken Kommissaren mit kölschen Vornamen und epische Kulissen in Brandenburg.

Und zum Inhalt, ihr werdet es schon ahnen: Es ist bei weitem nicht nur Krimi sondern viel mehr eine spannende Mischung aus Milieu-, Kriminal- und Verschwörungsthriller.

Was steckt dahinter?

© 2017, 2018 X Filme Creative Pool

Wenn sich die Öffentlich-Rechtlichen (ARD) mit Pay-TV (SKY) und Privater Filmbranche (X Filme, Studio Babelsberg, ..) zusammentun, kommt Geld und Know zusammen. Das merkt man Babylon Berlin an. In opulenter Kulisse betätigen sich bis zu 5000 Komparsen in einer Mischung aus real erbauten Stadtszenen von vor dem zweiten Weltkrieg und CGI-generierten Objekten. Alles wirkt echt und schmutzig und man muss das ein oder andere mal beinahe angewiedert wegschauen, wenn man z. B. sieht wo eine der Figuren aus einer Nebenhandlung so überall das schon ewig in Benutzung befindliche Kaugummi hinklebt um es dann später (keine Verschwendung) weiterzukauen oder zum Befestigen eines Schminkspiegelchens zu verwenden.

© 2017, 2018 X Filme Creative Pool

 

Parallelhandlungen

Babylon Berlin lebt davon, viele gleichzeitig verlaufende Handlungsstränge zu präsentieren. Es geht in der Haupthandlung um Komissar Rath, der nach Berlin abkommandiert wird um dort bei der Jagd auf einen Pornoring zu unsterstützen. Er stößt dabei auf ein mysteriöses Foto, auf dem ein männlicher Kunde zwischen zwei Huren unkenntlich gemacht wurde. Es ist anzunehmen, dass es sich um eine politisch brisante Person handelt. Der Komissar ermittelt und der Zuschauer ahnt schon Böses herannahen. Einige Kilometer vor Berlin naht ein Zug heran. Von einer Streckensperre blockiert, wird er überfallen und übernommen und von russischen Revolutionären gen Berlin weitergefahren. Warum? Weiss man noch nicht.. In Berlin findet derweil in einem Nachtclub eine rauschende Partie statt. Eine unserer Lieblingsszenen denn sie ist opulent umgesetzt und reisst den Zuschauer so richtig mit. Ganz nebenbei lernen wir eine weitere Hauptperson der russischen Revolutionäre kennen. Eine androgyne Künstlerin, die auf der Bühne lasziv und im Klassenkampf knallhart auftritt.

Fazit

Mit Sicherheit ist Babylon Berlin eine Ausnahmeproduktion für Deutsche Lande. Dass bereits zwei Staffeln fertig produziert in der Schublade liegen, lässt das tiefe Vertrauen aller Beteiligten in die Serie erahnen. Wir gehen davon aus, dass Babylon Berlin das Zeug zu einem internationalen Erfolg hat. An einige Nordeuropäische Länder und Netflix USA ist es bereits verkauft.

Wir können wirklich nur jedem empfehlen, der eine Möglichkeit über Sky hat, mal in Babylon Berlin hinein zu schauen. Im Gegensatz zur sonst üblichen kriegerischen Kulisse, wenn es um Filme und Serien aus dem Zeitumfeld des zweiten Weltkriegs geht, bekommen wir hier etwas völlig anderes geboten. Alltag, Kriminalität, Politik und Verschwörungen.  Daumen hoch von der Serienrepublik!

Aus dem Cast verlinkt

Die Gereon-Rath-Reihe – Bücher von Volker Kutscher

Babylon Berlin – Die SKY Seite zur Serie

Die Filmproduktion Babylon Berlin

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17×18 – Wo nie ein Mensch zuvor gewesen ist..

Vier der herausragendsten Charactere Star Treks: Spock & Seven of Nine

… oder doch?

Nicht nur JJ Abrams beglückt mit seinen neuen Kinofilmen die Star Trek Welt. Nach über 12 Jahren Abstinenz ist endlich wieder eine neue Serie auf den Fernsehbildschirmen zu sehen. Wo bisher Spock, Data und Seven of Nine im geheiligten Prime Universe die Wissenschaftsstationen der Sternenflottenraumschiffe besetzten, forscht nun eine zwangsverpflichtete Hochverräterin für einen getriebenen Captain, auf der U.S.S. Discovery, an Bärtierchen und Pilzsporen.

Zunächst das Positive: Wir alle sind große Fans des Bärtierchens.

Und nun der Rest. 😉

Es brodelt im Star Trek Universum

Die Serienrepublik ist bekanntermaßen Mitglied des Podcastimperiums. Dort gibt es derzeit einen regen Austausch über das Für und Wider der neuen Star Trek Serie. Den meisten gemeinsam ist, wir alle haben uns sehr darüber gefreut, dass CBS/Paramount das Franchise wiederbeleben und eine neue, dem Kanon-untergeordnete Serie, im bekannten Star Trek Universum (Prime Universe) ansiedeln wollen.

Bisher hatte jede der vorhergehenden Serien zwar ihre Ecken und Kanten, aber alle waren Star Trek und fühlten sich auch so an. Vielleicht, weil sie alle mehr oder weniger der Maxime des Erfinders Gene Roddenberry folgten, eine positive, lebenswerte und konstruktive Zukunft zu zeigen.

Discovery bricht damit. Wie Star Trek fühlt sich die neue Serie, zumindest für hartgesottene Fans nicht an. Und so ließ es sich unser Kollege Raphael N. Klein (bekannt aus Whocast und Der Graue Rat) nicht nehmen, gemeinsam mit uns über Star Trek und Discovery zu reden. Wir haben uns wirklich bemüht objektiv zu bleiben, aber es fiel uns schwer. Vielleicht auch deswegen, weil unser geschätzter Felo – Begeistert vom neuen Star Trek – nur in Form von Einspielern dabei sein konnte und keine Möglichkeit hatte unsere Rage zu unterbrechen.

Und wie ist es nun?

Also es geht in der Tat um ein Sternenflottenraumschiff. Logos und Design sind wieder zu erkennen. Das Personaltableau stellt nicht wirklich eine Verbindung zum Zuschauer her. Hauptperson Michael Burnham ist ein Mensch, Ziehtochter von Spocks Vater Sarek, was sie irgendwie zur Patenschwester von Spock und Saibok macht. (*gnah*)

Besagte Michael zettelt einen Krieg mit den Klingonen (*gnah*) an, die nicht mehr wirklich wie Klingonen aussehen und handeln sondern mit falschen Gebissen nuschelnd und mumpfelnd eine Vorgeschichte verkörpern, über die ein Lt. Worf später sagen wird: “Wir reden mit Außenstehenden nicht darüber”. Wohl auch besser so, die Klingonen sind nämlich äußerst unlogisch konzipiert, anstrengend im Zuschauen und insgesamt nicht der Gegner, den wir der Discovery gewünscht hätten.

Die Liste der Dinge über die wir uns aufregen ließe sich weiter führen. Aber hört stattdessen lieber in den Cast hinein, dort sind sie auf jeden Fall mit hörbarer Emotion erläutert.

So seh’n Klingonen aus… Sha-la-la-la-laaaa…

 

 

 

 

Was gibt’s sonst noch im Cast?

Wir haben tolle Einspieler erhalten. Bereits erwähnt seien da diese von Felo, der mit new Trek zufrieden ist. Aber auch gegenteilige von Gregor, Sascha und der schriftliche Kommentar einer Hörerin, dem wir uns vollinhaltlich anschließen können. 🙂

Wir sprechen außerdem über The Orville. Die Star Trek Hommage von Seth McFarlane, bekannt als Erschaffer von Serien wie Family Guy oder American Dad. Wir hatten mit Comedy gerechnet als wir uns die Serie angeschaut haben. Mit Tränen in den Augen begrüßen wir sie mit Sichten der letzten verfügbaren Folge in einem alternativen Wunschuniversum von Star Trek als etwas, was nicht wie Star Trek aussieht, aber Erinnerungen an The next Generation aufkommen lässt. Mit einer Spur Alltagshumor und ohne sich selbst zu ernst zu nehmen.

Und das ist auch unser Lichtblick. Solange es The Orville gibt, ertragen wir auch Discovery. Und wer weiß, vielleicht stellt sich noch heraus, dass Paramount uns alle an der Nase herumgeführt hat. In Staffel zwei schalten sie das Licht an, bauen die Discovery zu ende, rehabilitieren Michael Burnham und entlassen das gequälte Bärtierchen in die Freiheit.

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Einladung: Das Imperium schlägt zu… zum Hörertreffen!

Die Film- und Serienrepublik ist seit neuestem Mitglied des Podcastimperiums (ob eine Republik überhaupt einem Imperium angehören darf, diese Frage überlasse ich an dieser Stelle berufeneren Köpfen.) Außer uns befinden sich noch etliche andere erlauchte Podcasts im Imperium (bei Neugier die Auswahl im Link anschauen und -hören), und als ob das noch nicht genug ist, veranstaltet das Imperium demnächst auch noch ein Unterta… ähem Hörertreffen, zu dem wir Euch alle herzlich einladen. (Um es ehrlich zu sagen: die Arbeit machen andere, wir von der Zecken- und Schmarotzerrepublik hängen uns lediglich als Trittbrettfahrer mit an und tun ganz unverschämt so, als ob das auf unserem Mist gewachsen ist und als ob die Tausenden von Hörern der anderen Casts auch uns zuhören. Sogar der Witz mit den Untertanen ist total frech bei Nerd & Krempel geklaut.)

Das Treffen findet am Samstag, dem 28.10.2017 in Kassel statt. Das ganze ist für 19 Uhr 30 angesetzt, so bis 21 Uhr – oder offenes Ende, je nachdem, wie feucht sich der Abend entwickelt.

Wo genau in Kassel, wissen wir jetzt noch nicht, das hängt davon ab, wie viele Hörer zum Treffen zusagen, und wo wir für solche zu erwartenden Menschenmassen eine passende Location (vorzugsweise eine Kneipe, mit gut gefüllter Speisekarte) finden. Wir werden Euch auf dem Laufenden halten.

Sagt uns also fleißig zu und tut das bitte spätestens bis zum 17. 10. 2017, dann haben wir noch Zeit zum Reservieren.

Nur um zu beweisen, dass Du ein Mensch bist:

Und… ach ja:

Das ist übrigens das Timelash-Wochenende. Solltet Ihr also extra unseretwegen nach Kassel anreisen und nicht wissen, was Ihr das ganze restliche Wochenende mit Euch anfangen sollt, können wir Euch die Erste (3.) Deutsche Doctor Who Convention als lohnenden Zeitvertreib empfehlen. Tickets hat der Schwarzmarkthändler Eures Vertrauens.
…oder wahrscheinlich Ihr selbst schon längst.

Denn mal ehrlich: wenn Ihr an dem Wochenende nicht sowieso wegen der Timelash in Kassel seid, was wollt Ihr dann dort? Uns beim Trinken zuschauen? Oder beim Essen? Oder am Ende gar dort wohnen!?
Ihr seid ja seltsam. (Aber Ihr seid natürlich trotzdem die beste Hörerschaft, die ein aufmerksamkeitsunterversorgter Podcaster sich wünschen kann!)

Ich hoffe also, wir sehen uns zahlreich in Kassel.
Ich freue mich schon sehr darauf.

Euer Felo

17×17 – Ferienrepublik

Und was kommt jetzt?

Der Ferienkalender!

Ja, ja. Das gute, alte Ferienprogramm…

Oder anders ausgedrückt: Die Große TV-Lüge, dass alle, aber auch wirklich alle blau machen würden, von Flensburg bis nach Oberammergau!
Und das mit unfehlbarem Gefühl für das richtige Timing, während in der Ferienrepublik Deutschland gerade auch das allerletzte Zipfelchen Ferienrest (in besagtem Oberammergau) aufgebraucht ist und unsere Hörer wieder mit und ohne Schultüte unterm Arm zurück in die Penne müssen. Zumindest die jüngeren der jüngsten (in Worten: noch jünger als Tobi!) unserer Zuhörer, die um diese Uhrzeit eigentlich sowieso längst in der Badewanne sein müssten – danach vielleicht noch eine Folge Pumuckl oder Colt Seavers, und dann aber ab ins Bett!

Zu einer zünftigen, bayrischen Brotzeit gibt’s auch ein zünftiges, bayrisches Bier: Meister Eder und sein Pumuckl (©ARD)

Wir, die Alten Männer der Film- und Seriensteinzeit dagegen haben gefühlt immer Ferien, also haben wir uns in trauter Runde ums Lagerfeuer… pardon: ums Mikrofon auf Tims Wohnzimmertisch versammelt und uns in Erinnerung über das Fernsehen unserer Kindheit gesuhlt. Da bleibt es natürlich nicht beim Ferienprogramm, denn Ferien (wenn sie denn endlich kamen) waren ja schließlich nur viel zu wenige Wochen im Jahr, das Fernsehprogramm dagegen war ewig und allgegenwärtig!

…und so angelt man sich als schmutziger, alter Dreibeiniger Herrscher einen knackigen Teenager und führt ihn sich ein! (Auch wenn man ihn eigentlich nicht sehen kann.) (©BBC)

Taucht also ein mit uns in eine weit entfernte Zeit, als Mammuts, Säbelzahntiger, Telefone mit Wählscheiben und Dreibeinige Herrscher über die Erde wandelten, als der Fernseher noch mit der Handkurbel angeworfen werden und das Programm mittels Drehscheibe oder per Ultraschall gewechselt werden musste – was nicht so schlimm war, denn es gab derer ja nur drei. Nur dass das dritte halt immer ein anderes war. Und das vierte, das es eigentlich nicht gab, aus der DDR kam (die es dafür damals noch gab, genau wie Kofferfernseher und die ZDF-Weihnachtsserie, und im Gegensatz zu Erfrischungsstäbchen, die es heute immer noch gibt.)

Autsch! Nein, nein, nein, nicht! Nicht in den Fuß schneiden, du dummer Junge! Trotzdem, schönen Pullover hast du da an, James Bond jr.! (©ZDF)

Damit aber heute nicht nur die antiksten der antiken Erinnerungen auf den Tisch kommen, haben wir noch zwei junge Spünde aus dem frisch gegründeten Podcastimperium zu Wort kommen lassen: den viel zu jungen Sascha von Sie Reden und den noch viel zu jüngeren Gregor von Nerd & Krempel, die uns an Serien ihrer teilweise viel zu späten Kindheit erinnern und uns so Gelegenheit geben, einen zeitlichen Sprung aus der Frühgeschichte in die späte Renaissance kindlicher Unterhaltungsberieselung zu machen.

Wenn alte Männer springen, springen sie nicht sehr weit, und es knackt gefährlich dabei. Gut, wenn dann ein mobiles Feldlazarett in rettender Nähe ist. Oder ein genialer Erfinder, der einem eine Hilfsmaschine gegen chronische Abschweifung erfinden… lässt.

Der 1., 2. und 3. Eder (und sein Pumuckl): Franz Fröhlich, Alfred Pongratz (mit Hans Clarin) und Gustl Bayrhammer (DER Meister Eder unserer Herzen) (©ARD)

Aus dem Cast verlinkt:

avatar Tim
avatar Tobi

17×16 – Abstrahier, Zwo, Vier!

Ist Kunst Design? Design Kunst? Können Designer Künstler sein, und Künstler Designer? Was ist überhaupt Kunst, und was ist Design, gibt es einen Unterschied, und wenn nicht, ist das wichtig? Oder ist es egal? Oder klein, blau, dreieckig und repräsentiert die mittelbare, trinitäre Transzendenz allen Seins und immateriellen Nicht-Seins in direkter Kommunikation mit Bier und bunten Gummi-Knödeln? Ist es? Nicht? Doch? Na, bitte.

Scott Dadich, hat sich einigen dieser Fragen gestellt, und daraufhin für Netflix eine Serie von Dokumentarfilmen mit und über bekannte Ausnahme-Designer aus den verschiedensten Gebieten, von Illustration, Grafik-Design, Architektur bis hin zum Sportschuh-Design produziert. Filme, die beim Betrachten nicht ganz zu Unrecht die Frage aufwerfen, ob das Filmemachen selbst nicht auch Kunst ist. (Natürlich ist es das! Doofe Frage. Weiter, bitte.)

„Abstrakt – Design als Kunst“

Die Podcaster des Film- und Serienkunstschmiede haben sich ebenfalls einigen dieser Fragen gewidmet, darüber hinaus auch noch vielen, vielen anderen Fragen, was das Thema Kunst, Design und Kreativität betrifft, und haben sich dazu in einer gemütlichen Plauderrunde um Mikro (Phon, nicht Welle!), und jede Menge Junkfood versammelt, um der Sache mit der Kunst mal gründlich auf die Pelle zu rücken.

Damit Felo sich als einziger Kreativschaffender in der Runde nicht so einsam fühlt, und damit Tim noch jemanden zum Ausfragen hat, haben wir uns Lars, alias den Herrn Besten aus der Lauschzwiebel, einen befreundeten Podcaster- und Zeichner-Kollegen eingeladen. Er hat nicht nur (in bester Lauschzwiebel-Manier, wie die treuen Hörer der Zwiebel bestätigen werden) die exotischeren Teile des Junkfoods beigesteuert, sondern auch noch so einiges an persönlichen Einsichten über den kreativen Schaffensprozess.

Außerdem hat er sich so richtig Notitzen über die Serie gemacht. Tim ebenfalls, und Felo hat sich einen dreiviertel Liter 7,5%iges Belgisches Bier mitgebracht – wir sind also gut vorbereitet gewesen für einen Großen Kreativen Akt.

Freut Euch auf eine extra-lange Folge der Film- und Zwiebelrepublik, die uns so viel Gesprächsstoff rund um das Thema der Serie Abstrakt Kreativität – und was mache ich, wenn ich davon betroffen bin” (oder so ähnlich) beschert hat, dass uns nicht mal der Ausfall der Batterie im Mikro gedämpft hat. Viel Spaß.

(c) Netflix

 

Aus dem Cast verlinkt:

 

avatar Tim