Alter Wein in neuen Schläuchen

Gefahr Will Robinson! (Bild: Netflix)

Lost in Space

Die Serienrepublik entschwindet gemeinsam mit der Familie Robinson aus dem Jahr 2018 in den Weltraum. Auf der Suche nach einer neuen Heimat muss die altbekannte Familie nach nunmehr 2 Remakes in den letzten 50 Jahren nun auf einem abgelegenen Planeten stranden und dort um das Überleben kämpfen.

Altbekannt und doch anders

Den Roboter bringen sie dieses mal nicht von der Erde mit sondern entdecken ihn in Form einer außerirdischen Konstruktion auf dem Planeten. Spannend: Wir wissen nicht welches die Beweggründe des Roboters sind, ob er nicht in der nächsten Sekunde von gut auf böse umschwenkt und alles um sich herum auslöscht. In der Machart gefällt uns dieser Roboter ausgezeichnet, er bringt ein spannendes Element in die ansonsten nicht all zu motivierte Handlung.

Uns gefällt die Produktion, Kulisse und die Schauspielerauswahl wirklich gut. Aber wir hadern etwas mit dem Drehbuch. So wirklich viel unerwartetes passiert nicht. Ein Großteil der Handlung verläuft nach altbekannten Schemata. Das kennt man, das unterhält uns, aber das finden wir doch im Jahr 2018 etwas unambitioniert bei einem so gewaltigen Projekt wie dieser Netflix Neuauflage.

Wir lernen, dass Tobias nicht so gut auf Kinder klarkommt, dass Oli meistens genau weiss was abgeht und Tim doch manchmal etwas länger braucht um bestimmte Dinge zu verstehen! 😉

An den Drehorten gibt es nichts zu meckern, Lost in Space ist toll inszeniert. (Bild: Eike Schroter/Netflix)

Mal wieder Dystopie

Was ist es, was die Zuschauer in der letzten Zeit so stark an dystopischen Zukunftsvisionen fasziniert? Es gibt eigentlich derzeit wenig bis gar keine Science Fiction mehr, die eine positive Zukunftsvision vermittelt. Das fängt beim unsäglichen Star Trek Verschnitt Discovery an und hört beim (zugegeben: grandiosen) Altered Carbon auf. Überall wird gezeigt wie übel alles werden wird

Der Roboter (Bild: Netflix)

und dass die Menschheit ihren Planeten eines Tages zugrunde gerichtet hat. Ja, der mahnende Zeigefinger entgeht uns nicht, allerdings muss man doch auch etwas haben, für das es sich zu leben lohnt. Und unsere Familie Robinson beweist, dass nur einer kleine Minderheit von Menschen (die etwas anzubieten haben) eine utopische neue Welt geboten werden kann.

Wie unsere Welt so ist

Warum legt Hollywood so gerne bereits bekannte Klassiker neu auf? Wir haben uns auch Gedanken gemacht, ob die Kreativen dieser Welt vielleicht keinen Mut oder Ideen für Neues haben. Aber vermutlich geht es um eine Risikominimierung bei hohen Investitionssummen und letztendlich ist die Welt gebrandet. Ob es jetzt um Star Wars, Avengers, Star Trek oder auch Lost in Space geht. Die Menschen nehmen, was sie kennen und darauf setzen die diversen Industrien. Oli bringt den Vergleich ganz gut auf den Punkt: Setzt jemanden in einem beliebigen Einkaufszentrum aus, der wird nicht wissen wo er grad ist, weil es überall gleich aussieht. Immer die selben Geschäfte, wenig individuelles. Eigentlich sehr schade. Aber wir richten uns convenient ein und erwarten auch von den Medien, darauf zu reagieren. Daher: Blockbuster immer aus ähnlichem Guss. Schade eigentlich, dass wir selber nicht mehr Mut und Lust auf Neues haben. Oder doch?!

Aus dem Cast verlinkt

Der Rick and Morty Podcast

Ultraschall einrichten

avatar Oli
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Dominar eingesackt. Pa’u ausgepackt.

Virginia Hey als Pa’u Zotoh Zhaan

10104 – Der rote Kristall

Jetzt wo wir dank des Vorschaubilds zu dieser Episode eure Aufmerksamkeit haben: Ja, es gibt nackte Haut in dieser Folge von Farscape zu sehen. Oder ist es eher nackte Rinde oder Blattoberfläche? Das weiss man ja bei Delvianerinnen nie so genau.

Bei uns herrscht Ordnung

Völlig bekleidet, selbstverständlich, trafen sich Raphael und Tim an einem Samstagvormittag um sich mit dieser 4. Folge in der Produktions- und zweiten Folge in der Ausstrahlungsreihenfolge zu beschäftigen.

Es war hartes Brot. Zum zweiten mal nach 10102 versucht sich Regisseur Pino Amento am Farscape Material, ein durchwachsenes Ergebnis ist dabei herausgekommen. Wenigstens kommt der außerirdische Planet diesmal besser weg, und ob er nun durch CGI blau wurde oder umweltschutztechnisch höchst fragwürdig aus der Sprühdose, lassen wir mal dahin gestellt.

Auf jeden Fall geht es in dieser Folge hauptsächlich um Rygel, irgendwie. Aber hauptsächlich auch um Zhaan, irgendwie. Und hauptsächlich vor allem um Aeryn, D’Argo und John, die auf der Suche nach dem entführten Rygel allerhand Wissenswertes übereinander erfahren und für den Zuschauer anschaulich in Szene setzen. Also, ihr merkt schon, einen schönen Spannungsaufbau vermissen die Podcaster.

Anthony Simcoe als K’Dargo. Kontaktlinsen sind ja immer so eine Sache…

Das Gute

Was denken die Charaktere übereinander, was ist ihr Platz im Team und wie sind sie dahin gekommen wo sie jetzt sind? Schön, wir erleben noch ein bisschen Backgroundaufbau. Der fremde Planet wirkt vom ersten Moment an überzeugend, Raphael hat herausgefunden, dass der blaue Wald á la Avatar der 90er tatsächlich mit CGI eingefärbt wurde. Tim hat hier eher die Sprühdose im Hinterkopf gehabt.

Rygel eingesackt, im Hintergrund die blaue Planetenflora

“C’thulu”, das tintenfischartige Alien, das eigentlich Jotheb heisst und angehender Chef des 10.000 Planeten umfassenden Konsortiums werden soll, ist ein absoluter Höhepunkt. Hier macht der Jim Henson Workshop wieder eine sehr gute Arbeit, das Puppet ist auch bei Tageslicht recht vorzeigbar.

Das Problematische

Zhaan kann alles, Zhaan hat immer die einzig moralisch richtige Weltanschauung und Zhaan lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Zugegeben, Zhaan ist ein ganz toller Charakter auf der Moya, aber in dieser Folge stand sie uns doch ein wenig zu sehr als srahlendes Vorbild im Vordergrund. Etwas weniger wäre hier mehr gewesen, auch wenn der Schwanzvergleich mit dem jungen Tavlek irgendwie witzig war.

John und seine popkulturellen Verweise. Heute haben wir gelernt, dass manche davon auch durch die Übersetzung ziemlich kaputt gehen und wir machen uns insgesamt Sorgen, dass die heutige Zuschauergeneration sie vielleicht schon gar nicht mehr vollständig verstehen kann. Oder kennt wirklich noch jeder Wiley Coyotee und den Roadrunner? *meep meep*

Unsere Bewertung (in Harveys)

Raphael

 

 

 

Tim

 

 

 

1 von 5

 

 

 

1.5 von 5

avatar Tim
avatar Raphael

Role Play Convention 2018

Eigentlich sind wir ja jedes Jahr auf der Role Play Convention. Bietet sich einfach an, da die Veranstaltung in den Kölner Messehallen zu einem Zeitpunkt stattfindet, wenn der Sommer grad startet und der olle Winter endlich vorbei ist.

Es ist schlicht eine tolle Atmosphäre mit verrückten Leutchen in einer Mischung aus Mittelaltermarkt, Do it Yourself Gamesworkshops, Künstlern, leckerem Essen und alle sind guter Laune. Da muss man dabei sein!

Wir waren dabei, dieses Jahr in offiziellem Auftrag.

Unser Außenreporter Felo ist mit der Karnevalserfahrenen Erst-RPC-Besucherin Miranda unterwegs gewesen um aus dem Hauptquartier der deutschen Cosplay-Conventions für uns zu berichten. Tim und Oli waren kurzzeitig verhindert. Das war ärgerlich, aber die Vertretung war würdig und es ist ein launiges Stück Podcast heraus gekommen. Dafür noch einmal unser expliziter Dank an Felo und Miranda!

Die beiden haben sich dort natürlich nicht nur den Bauch mit leckeren Speisen vollgeschlagen (zum ersten mal gab es kein Schwein!) sondern sich beim Anmalen von Space Marines auch kreativ betätigt. Jetzt wissen wir auch: Rosa und Gelb sind keine guten Farben für Space Marines! 😉

Hört euch ein paar interessante Interviews mit Cosplayern, Künstlern und Brettspielern an. Man bekommt richtig Lust, direkt seine Karte für nächstes Jahr zu sichern. Die RPC ist ein Sehen und Gesehen werden und einfach ein unglaublich relaxtes Event für Groß und Klein.

Aus dem Cast verlinkt

avatar Miranda

Den Dentic niemals schlucken!

Aeryn geht es heute nicht so gut gut

10103 – Das Leben soll nicht enden

Wundersamerweise stößt die Moya im tiefen All unvermittelt auf einen Schwarm von Käfern. Leider bleibt der Besatzung keine Zeit dieses Naturschauspiel angemessen zu bewundern, denn die Käfer (die ‘Drak’) fallen über Moya her und errichten in deren Frachtraum eine Brutstätte in der die Monarchin des Schwarms unter starker Anhebung der Schiffstemperatur beginnt, ihren Nachwuchs zu gebähren. Dieser Nachwuchs schlüpft eifrig aus seinen Eiern, während Aeryn mit dem Wahnsinn ringt. Denn Sebazianer reagieren sehr ungut auf Hitze, was auch die Peacekeeper-Marauder-Einheit am eigenen Leib erfährt, als diese zum ungünstigsten Zeitpunkt Moya durch die weit geöffneten Hangartore entert.

Fiese Käfer suchen Moya heim

Maßeinheiten und andere Irrungen

Heute lernen wir, dass die Geschwindigkeit Hetch-7 der Geschwindigkeit eines rollenden Einkaufwagens entspricht. Schön, dass Crychton das für uns ins Verhältnis setzt. Auch, dass Dentics ein angenehmes Gefühl nach Pfefferminze im Mund hinterlassen verschafft uns die Gelegenheit, darüber nachzudenken, ob der Dentics Geschmack vielleicht bei jeder Alien Rasse anders schmeckt? Je nachdem, was sie als angenehm frisch empfinden? 😉

Mary und Tim besprechen diese Folge rund um Maßeinheiten, außerirdische Käfer, Peacekeeperangriff und Hitzedramatik in trauter Zweisamkeit. Das tut der Analysefähigkeit allerdings keinen Abbruch. Mary versteht nicht, warum der Marauder zurück gekehrt ist, obwohl er doch schon längst weggeflogen war.

Crychton x 2

Dieses Rätsel wird wohl niemals aufgeklärt werden, aber auch wenn Peacekeeper unerwartet zurück kommen, wissen wir nun wie wir sie wieder vertreiben können. Etwas angenehme Saunaatmosphäre reicht und die gefürchtete Kriegerrasse sieht sich mit dem für Sebazianer hoch gefährlichen Hitzedelirium konfrontiert. Praktisch, wenn das in der Serie nicht mal noch häufiger Thema wird, fressen wir einen Dentic. 😉

Wir sind begeistert von der Idee, einer käferartigen Lebensform, die im Weltraum lebt, einen Fruchtbarkeitszyklus zuzuschreiben, der Wärme benötigt. Wie kommt die Käfermonarchin sonst an Wärme als ein Raumschiff zu annektieren? Vielleicht macht sie es sich in der Corona einer Sonne bequem? Man weiss es nicht. Auf der Moja hingegen kann sie es sich erst bequem machen als sie die Crew ausreichend in Schacht hält. Das gelingt ihr durch Clone derer selbst. Recht interessant, wenn Crychton auf sich selber trifft und mit Kampfschlägen schachmatt setzt, die er sonst niemals benutzen würde und die der kopiert Crychton daher überhaupt nicht kennen kann.

Was das Thema der Folgennummerierung angeht haben unsere Kollegen von sf-radio.net eine Erklärung parat und auch eine Meinung zur Episode:

“Das Leben soll nicht enden” ist chronologisch gesehen die fünfte Episode, wurde aber zusammen mit “Premiere” gedreht. Dadurch mussten sich die Schauspieler schon auf einen etwas vertrauteren Umgang untereinander einspielen, der in den dazwischen liegenden Episoden entsteht, was ihnen auch sehr gut gelungen ist. 

Das eine mal, als Rygel lief..

Eigentlich ist die Funktion der Folge auch eher in der Charakterentwicklung zu sehen, als in der Handlung um die Draks. Crichton muss Aeryn das Versprechen geben sie umzubringen, wenn sie in das Endstadium des “lebenden Todes” eintritt. Ein Versprechen das er ihr zu geben scheint, in Wirklichkeit, wie sich aber am Ende der Episode herausstellt, wahrscheinlich nicht hätte erfüllen können. Sehr schön ist auch Johns Reaktion auf die käferähnlichen Wesen in seiner Kabine. Somit gesehen dient die Episode in erster Linie also uns die Charaktere näher zu bringen, die Handlung selbst tritt in den Hintergrund.”

Und Rygel werden wir wohl leider nie wieder laufen sehen…

The CGI version of Rygel was used to show him walking for the only time in the series. Brian Henson noted that this was not repeated due to its cost.

Aeryn und John auf der Terrasse

Aus dem Cast verlinkt

Sprache und Maßeinheiten in Farscape

Rygel läuft

avatar Mary
avatar Tim

Keine Angst vorm Teufel

Lucifer

Lucifer – Amazon Prime Serie – © 2016 Warner Bros.

Was passiert, wenn der Teufel die Nase voll hat in der Hölle für Papa die schmutzige Arbeit zu machen? Dabei ist er doch der schönste und prächtigste aller Erzengel und möchte viel lieber das abwechslungsreiche Leben der Sterblichen genießen als arme Seelen zu peinigen. Er verlässt die Hölle und nimmt Urlaub.

© 2016 Warner Bros.

Und so fährt Luzifer auf die Erde und landet, wo würde er besser hinpassen, in Los Angeles. Die Stadt der Engel nimmt auch den gestürzten Engel auf, der sich künftig Lucifer Morningstar nennt und einen Nachtclub betreibt. Natürlich nicht irgendeinen, das Lux ist exquisit, genau wie der Chef. Der braucht allerdings noch mehr Abwechslung, da bietet sich die Polizeiarbeit an. Und ab diesem Zeitpunkt nimmt die Serie ihren unseeligen Verlauf. Ein eigentlich spannender Grundplot verkommt leider etwas zum Crime-Rohrkrepierer. Dennoch kann man irgendwie nicht die Augen davon lassen. Warum? Das kann nur an Tom Ellis liegen, der auf charmant britische Art und Weise den Teufel spielt und der das auch nahezu ohne Spezialeffekte absolut glaubhaft hinbekommt.

Tobias und Tim leicht konfus

So eine tolle Serie, die wir beide auch privat sehr gerne schauen, und doch sind wir irgendwie durcheinander. 😉 Es geht zwischendurch um Doctor Who, gut und böse, Theologische Ansätze und ab und an auch mal über die Serie Lucifer. Aber eher nebengeordnet. Auf jeden Fall ist ein launiges Stück Podcast entstanden, das weit um sich greift, etwas pubertär daherkommt und auch Gregor und sein Schild nicht auslässt (*hint* podcastimperium.de).

© 2016 Warner Bros.

Dass es nicht ganz leicht ist mit der unhandlichen Materie rund um Teufel, Erzengel, Gott und weiteren biblischen Figuren umzugehen, merkt man an den händeringenden Interpretationsversuche unserer beiden Podcastenden. Wir haben heute mal einiges nicht geschnitten, so dass dieser Podcast auch ein wenig als Blick hinter die Kulissen fungieren kann. Manchmal muss man halt auch während der Aufnahme googlen und klären, woher der Name “Mazikeen” denn nun wirklich kommt…

Zum Ende empfehlen wir noch einige andere Podcasts, aus den verschiedensten Gründen. 😉


Aus dem Cast verlinkt

Themenseite ProSieben

Podcastempfehlung 1 –  Der Sumpf – DER M.A.S.H.-Podcast

Podcastempfehlung 2 – Zum Einschlafen: Der Jörg Thaddäus-Podcast

Podcastempfehlung 3 – FRELL – Der deutsche Farscape Podcast

Podcastempfehlung 4- Der graue Rat – Der deutsche Babylon 5 Podcast

avatar Tim
avatar Tobi

Von Schlammpackungen und drögen Planeten

Die gewasserte Moya. Ungute Gefühle bei einem unserer Podcaster.

Die Zusammenkunft der Podcastenden zu dieser Episode war übermenschlich schwierig zu planen. Der eine versinkt in Arbeit, der andere in Wasser an Stellen wo es nicht hingehört und dann streikte auch noch zum dritten vereinbarten Aufnahmetermin die Technik.

Sparky, der Held des Tages.

Da fängt man doch an zu glauben, dass das Universum (oder Kahaynu – Erstseher: nicht klicken!) etwas dagegen hat, dass wir über diese etwas müde Folge (Folge 2 in der Produktionsreihenfolge, Folge 4 und 7 in der Ausstrahlung DE/US) sprechen. Sven und Tim starten zunächst alleine mit der Folgenbesprechung. Später gesellt sich auch noch Raphael dazu um einige erhellende Erkenntnisse einzubringen, die uns zuvor entgangen waren.

10102 – Ich, E.T. und die anderen

Es fängt eigentlich ganz spannend an. Ein schrilles Signal auf Moya, ein von heftigen Hirnschmerzen gequälter Crichton und ein Dominar der endlich mal ans Arbeiten kommt.

Schlecht aussehende Aliens, heute im Dutzend billiger.

Neben der spannenden Handlung rund um das Verstecken von Moya in einem Schlammloch, um die Signalrufe in den tiefen Raum an zuhörende Peacekeeperpatroullien zu verhindern, dem Entfernen eben jenes Signalgeräts und der Entdeckung, dass es eine Substanz gibt die auf Leviathane betäubend wirkt, gibt es leider noch den zweiten Erzählstrang auf dem Planeten.

Es ist schnell zusammengefasst: Alien sucht Leviathanbetäubungsmittel. Alien trifft auf rückständige Rasse und wird von dessen Militär gejagt. Alien freundet sich mit einzelnen Individuen der fremden Rasse an und verschwindet irgendwann wieder erfolgreich mit der gesuchten Chemikalie.

Aber bis es so weit ist, quälen wir uns gemeinsam mit Aeryn, D’Argo und John über einen all zu erdähnlichen außerirdischen Planeten (“sieht aus wie in Louissana”) und freuen uns doch an der ein- oder anderen Stelle, dass die Autoren sich auch selber über das billige Setting lustig machen. (“Diese Glübirne könnte auf der Erde hergestellt sein”).

Anthony Simcoe als Ka D’Argo. Wird gerne mal angekettet. Hat aber immer noch “Zunge”..

Abschließend bleibt noch festzuhalten: Z’haan kann Schmerzen teilen, Rygel hat nie gearbeitet, D’Argo und Aeryn verbindet ein Respekt unter Kriegern und John hat Heimweh. Und ach ja, Moya ist der zweite Leviathan in der Sagenwelt der Leviathane, der anscheinend jemals auf einem Planeten gelandet (und wieder gestartet) ist.

Und jetzt mal ehrlich

Cayde Tasker als Alien-Sohn Fostro. Der Elliot dieser Farscape-ET-Hommage

Ja, die Folge hat ihre Längen. Aber wir erfahren doch nebenbei einige spannende Dinge, die uns vorher nicht bekannt waren. Außerdem werden tiefgründige Gespräche geführt und Zugeständnisse gemacht, mit denen man nicht gerechnet hätte. Insgesamt also doch eine sehenswerte Folge und im Hinterkopf behalten wir immer die wohlige Hoffnung, dass das Geld das für das Setting in dieser Folge gespart wurde in das der nächsten Folge geflossen sein könnten. Lasst euch also überraschen wie es weitergeht.

Aus dem Cast verlinkt

Der Bechdel Test – Zur Messung der Feminismuskompatibiliät von Medienproduktionen?

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The Birdcage

Ein großartiges Stück Komödie

Robin Williams als Armand

Vom Guten kann die Welt nie genug haben. In diesem Sinne MUSSTE es eine Neuauflage des Käfig voller Narren (im Original: La cage aux folles) geben. Hochkarätigst besetzt mit Robin Wiliams in der Rolle des Armand, Nathan Lane als Albert oder auch Gene Hackman als Senator Kiley kann man sich ein US-amerikanisches Remake eines gnadenlos komischen französischen Bühnenstücks aber sehr gut anschauen. Als “The Birdcage” handelt der Film von der geplanten Hochzeit eines jungen Mannes (Val) mit einer Senatorentochter aus extrem konservativem Haus. Dumm nur, dass der Bräutigam in Spe von seinem Vater Armand und dessen Lebensgefährten Albert groß gezogen wurde und das dazugehörige Ambiente der alternativen Familienform nun alles andere als konservativ genannt werden kann.

Nathan Lane als Albert

Hektik und Panik bricht aus, bei der Vorbereitung des anstehenden Besuchs. Die Wohnung von Vals Eltern muss konservativisiert werden, oder zumindest so hergerichtet werden, wie sich Hausboy Agador und seine Helfer ein konservatives Umfeld vorstellen. (übergroßes Holzkreuz, gothische Stühle ..). Es kommt zu Dramen, denn Albert erleidet, da er immer wieder an den Rand der Planungen gedrängt wird den ein- oder anderen Schwächeanfall so dass Armand gleich an mehrere Fronten dafür sorgen muss, dass alles gut geht.

Was denkt die Serienrepublik?

Gene Hackman als Senator Kevin Keley

Bevor wir so richtig einsteigen berichtet Tobi von seiner Kreuzfahrt und stellt klar, dass es wohl doch nicht so leicht ist wie in unserem Traumschiffpodcast vermutet, an die Handynummer des Kreuzfahrtkapitäns heranzukommen.

Zu Birdcage: Der Film ist Komödie, aber keine billige Comedy. Eine wunderbar leichte Wohltat nach dem doch schweren Stoff der letzten Sendung in der wir über eine dystopische Zukunft gesprochen haben.

Wir lieben die Darsteller in ihren Rollen, die Settings, die Kostüme und haben an mehr als einer Stelle herzhaft gelacht. Nathan Lane ist toll als Diva des Nachtclubs, Starina alias Albert,

“Ein schizophrenes Pferd in eine brennende Scheuen reiten” – Woher kommt dieser Spruch? Schreibt uns!

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Verfrellt

Raphaels Lieblingsalien der ersten Episode 😉

10101 – Premiere

“Im Ernst, brauchte es wirklich einen weiteren Podcast? Ihr macht das doch nur weil es gerade alle machen”…

Regenschirme gibt es überall.

Weit gefehlt, wir machen einen neuen Podcast, weil DIESER Podcast der Welt noch gefehlt hat. Der Welt verrückteste Science Fiction Serie fristet schon seit Jahren ein unverdientes Dasein in den Mottenkisten der Film- und Fernsehwelt und das muss dringend durch intensivste Beschäftigung mit dem Material beendet werden.

Los geht es heute mit der Nullnummer. Wer sind wir, was machen wir, warum sind wir dabei und worum zum Frell geht es bloss in der ersten Folge von Farscape?

Wer Farscape nicht kennt, hat jetzt mit unserem Podcast die Chance es kennenzulernen.

In lockerer aber konstanter Veröffentlichungsweise werden Mary, Raphael, Tim und Sven in wechselnder Zusammensetzung, jede einzelne der 88 vorhandenen Episoden dieser herausragenden australischen Serie besprechen.

Und natürlich wird die Homepagerubrik auch noch fertig, und das Logo ist auch nur übergangsweise. Die DRD arbeiten daran.

Dieser Podcast wird übrigens zum Jahrestag der Erstausstrahlung auf Nine Network in Australien am 19.03.(1999) veröffentlicht. Da uns Sydney 10 Stunden voraus ist, kommen unsere Hörer bereits am Sonntag, den 18.03. in den Genuss dieser Episode. 😄

Ungewohnte Berührungen in neuen Welten. John Crichton (Ben Browder) und Pa’u Zotoh Zhaan (Virginia Hey)

Aus dem Cast verlinkt

Making of Farscape – Unter anderem Rygel am Fließband

Der echte John Creighton von der NASA

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18×04 – Who wants to live forever?!

Science Fiction gibt es in zweierlei Ausprägungen. Die utopische und die dystopische Idee von der Zukunft. Mit Altered Carbon hat Netflix zuletzt eine Produktion der zweiten Art geliefert.

Worum geht es?

Die atemberaubende und detailreiche Welt von Richard K. Morgans erstaunlichem Scifi-Cyberpunk-Roman Altered Carbon – Das Unsterblichkeitsprogramm hat schon seit seiner Veröffentlichung im Jahr 2002 die Faszination seiner Leser geweckt und den Ruf nach einer potenziellen Verfilmung laut werden lassen. Die Realisierung erwies sich jedoch als schwierig. Erst durch die Zusammenarbeit der Serienschöpferin und ausführenden Produzentin Laeta Kalogridis mit Skydance Television und Netflix mit dem Ziel, Altered Carbon – Das Unsterblichkeitsprogramm mit revolutionären, erzählerisch ambitionierten 10 Folgen umzusetzen, gelang Morgans Epos der Sprung in ein neues Medium.

Das großartige elektronische Fenster.

Dieser Sprung wurde begleitet von spektakulären Produktionswerten, aufwendigen Actionszenen und einer eleganten Struktur, die es ermöglicht, die Figuren so zu entwickeln, wie es die Geschichte verlangt. „Es hatte eine Entwicklung zu kürzeren Staffel im Fernsehen begonnen, die filmischer waren und eine ganz andere Energie mitbrachten“, erklärt Kalogridis. „Und das ermöglichte es uns, eine Geschichte zu entwickeln, die sich tatsächlich wie ein ausgedehnter Film anfühlt.“

Kalogridis – die Drehbuchautorin von Shutter Island, Terminator: Genisys und dem bald erscheinenden Science-Fiction-Film Alita: Battle Angel, und eine Produzentin für White House Down und James Camerons Rekord-Kassenschlager Avatar – Aufbruch nach Pandora – erzählt, dass es ihre Begeisterung für Morgans Geschichte – die 2003 mit dem Philip K. Dick Award als bester Roman ausgezeichnet und vom Autor in zwei weiteren Büchern fortgeführt wurde – und deren Verbindung zu wesentlichen Elementen der menschlichen Erfahrung war, die sie zu ihrer innovativen Verfilmung von Altered Carbon – Das Unsterblichkeitsprogramm inspirierten. Die erste Staffel der groß angelegten Serie folgt im Wesentlichen dem Roman, steht aber auf eigenen Füßen.

Fliegende Unterhaltungshochburgen

„Morgans Roman ist ein so wegweisender Scifi-Text“, beschreibt Kalogridis das Werk, das der Serie als Vorbild dient. „Es handelt sich um eine sehr ernstzunehmende Scifi-Geschichte über eine Technologie, die es ermöglicht, das Leben unendlich zu verlängern. Doch die Geschichte scheut in keinster Weise vor klar identifizierbaren menschlichen Emotionen zurück. Sie hat alles, was großartige Science-Fiction ausmacht, ist aber im Innersten eine sehr menschliche Geschichte. Und sie hat Noir-Elemente, was ich liebe.“

„Außerdem definiert der Roman auf wunderbare Weise das menschliche Verhältnis zu unserer Körperlichkeit neu“, bemerkt Kalogridis. „In der Welt von Altered Carbon – Das Unsterblichkeitsprogramm kann man in irgendeinem Körper leben. Es ist ein faszinierender Gedanke, dass sich die Menschheit über die Jahrmillionen so entwickelt hat, dass man neben seinem Körper existieren kann.“

Poe – Die künstliche Intelligenz des Raven Hotels – Chris Conner

Was denkt die Serienrepublik?

Im Zweiergespann beschäftigen sich Oli und Tim mit der ersten Episode der Serie und den Ideen rund um eine technisch ermöglichte Unsterblichkeit. Wenn man dann schon unendlich leben kann, dann ist es nicht wirklich ein schöner Ort, an den Takeshi Kovacs da kommt, nachdem er “resleeved” wurde. Gibt es eine Seele? Ist sie kopier-/backupbar? Kommt man wirklich in die Hölle, wenn man vom Tod zurückgeholt wird, und sei es nur um seinen Mörder zu benennen? Das sind Fragen die über den reinen Handlungsbogen der Serie hinaus entstehen, und die auch nach einer Stunde gemeinsamen Podcastens noch nicht beantwortet sind.

Altered Carbon ist mit Sicherheit mal wieder ein Diamant im Netflix Angebot. Wir empfehlen allen unseren Hörern, dringend diese aufwühlende Serie zu schauen. Aber auf jeden Fall mit genügend Konzentration und auf keinen Fall nur “nebenbei”.


Bilder: Netflix


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18×03 – Ein Traum von Schiff

Bild: ZDF

Es musste so kommen

Was dem Whocast sein “City of Death” oder dem Grauen Rat sein “Sleeping in Light” ist der Serienrepublik “Das Traumschiff”. Oft bereits unheilschwanger über den Gesprächen unseres Teams kreisend sollte eines Tages über diesen Unterhaltungsdampfer der Superlative gesprochen werden. Der Tag kam nun doch schneller als gedacht, musste doch Tim wieder gut machen, dass er Tobias in der vorletzten Ausgabe ein wenig das Stimmrecht gemopst hatte.

Nur werden wir uns nach der Besprechung des Traumschiffs nicht auflösen. ;o)

Bereits vorweg: So schlimm war’s gar nicht. Es gibt einen Grund, warum das Traumschiff schon seit über 30 Jahren so erfolgreich über alle sieben Weltmeere schippert und dies wohl auch auf unbestimmte Zeit weiter tun wird.

Huuuuuup!!!!! Alle Mann an Bord und Leinen los! Die Serienrepublik macht Urlaub auf dem Traditionsdampfer der deutschen Fernsehunterhaltung. Wir genießen gemeinsam ein paar schöne Wochen auf See und treffen dabei einige illustre Personen, darunter das Triumphirat des Traumschiffs:

Bild: ZDF
Kapitän Burger (Sascha Hehn), Doktor Sander (Nick Wilder) und allen voran die Grand Dame der Meere, unsere liebe Chefhostess Beatrice (Heide Keller).

Unsere Reise führt uns dieses Mal auf die andere Seite der Welt, nach Los Angeles. Dort dürfen wir erleben, wie ein Brüderpaar ein turbulentes Dreiecksgespinn mit einer attraktiven Frau erlebt, ein junger Mann seinen Traum vom Leben eines gefeierten Stuntmans wahrzumachen versucht und eine junge Frau sich der Realität als Tochter eines zwar sehr reichen aber unerreichbaren Vaters stellen muss. Zu allerletzt aber werden wir Zeuge, wie sich eine bisher nie dagewesene Veränderung auf dem Traumschiff ergeben wird. Das Herz und die Seele der Meere, Beatrice, verlässt das Schiff nach 36 Jahren um sich einer neuen Karriere als Schriftstellerin zu widmen. Der Abschied wird wie erwartet sehr emotional und auch die Serienrepulikaner kamen nicht drumrum, die ein oder andere Träne der Rührung rollen zu lassen.

Bild: ZDF, Martin Valentin Menke
Barbara Wussow als Hanna Liebhold.

An ihrer statt wird Barbara Wussow als Hoteldirektorin Hanna Liebhold ab demnächst die Gäste auf ihrer Reise begleiten und zusammen mit Harald Schmidt als Oskar Schifferle für die Unterhaltung an Bord sorgen.

Tim lässt uns teilhaben an seinen Erfahrungen als Erstseher, während Oli und Tobi, als jahrelange Mattscheibenpassagiere, ihr profundes Wissen über die Serie wie eine Welle auf die Hörerschaft hereinbrechen lassen. Wir schweifen dabei fleißig ab und besprechen alles von “echten” Kreuzfahrten bis zu Büchern und was uns so vor den Bug gerät.

Soviel Engagement

Tobi wird extra aus Gründen der Recherche bald eine weitere Fahrt auf einem Kreuzfahrtschiff unternehmen um dort für euch investigativ tätig zu sein. Primär tritt er die Reise allerdings für seine eigenen (und seiner Gattin) lukullischen Genüsse an.

Und jetzt, bezieht eure Kabinen, werft euch in euren besten Zwirn und genießt zum Schluss mit uns allen die obligatorische Eisbombenparade zum Ende der Reise.

Ahoi und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel! Huuuuuup!!!

Aus dem Cast verlinkt

Das Traumschiff – Alle Infos auf der Seite zur Serie

Making Of – Blick hinter die Kulissen zur aktuellen Folge

Ein Traum von einem Schiff – Taschenbuch von Christoph Maria Herbst

Das Traumschiff – Fernwehbuch von Heide Keller und Peter Bischoff

Passagier 23 – Psycho Thriller von Sebastian Fitzek

Schläft das Personal an Board? – Heiteres Buch mit Kreuzfahrtsprüchen

Traumschiff Thema – Die Musik zur Serie von James Last

Die DVD-Boxen


Fotos: ZDF, Dirk Bartling, Martin Valentin Menke
(Mit Afiliate Amazon Links)
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