17×12 – Gekrönten Hauptes in die Seifenoper

Prinz Philip, Duke of Edinbourgh, erklärter Liebling der Briten und Prinzgemahl von Königin Elizabeth II von Großbritannien hat kürzlich angekündigt, sich mit 96 Jahren endlich in den Ruhestand zu verziehen, nach fast 70 Jahren Karriere als Nummer 2 im Schatten seiner Frau – während seine holde Gemahlin mit 91 immer noch voll im Berufsleben steht, und wohl auch so schnell nicht an Rente denkt.

Strickjäckchen, Krone und pflichtbewusster Dackelblick: alles, was frau für den Arbeitsalltag braucht!

Grund genug für uns, die ungekrönten und zum Teil ausgeprägt unroyalistischen Häupter der Film- und Serienrepublik, einmal einen Blick darauf werden zu wollen, wie sie damals begann, die Herrschaft dieses reizenden Ehepaars auf (und in Philips Fall: neben) dem Thron des Britischen Empires.
Dass wir dafür nicht auf die Lektüre von Bunte, Gala oder ähnlichen Fachjournalen für gekrönte Häupter angewiesen sind, verdanken wir Peter Morgan, dem Rolf Seelmann-Eggebert der britischen Film- und Serienlandschaft seit 2006 (als er mir mit seinem Film The Queen einen verregneten Urlaub noch verregneter hat erscheinen lassen.) Denn zum Glück für uns hat er ein Jahr, bevor Prinz Philip seine Ruhestandspläne bekannt gegeben hat, eine 10-teilige Netflix-Serie heraus gebracht:

The Crown

 

Claire Foy spielt mit trotzigem, dramatisch-pflichtbewusstem Blick (einem Gesichtsausdruck, den man am besten als eine Mischung aus Jungfrau von Orleans, Tommys kleiner Schwester Annika und Verstopfung beschreibt), den jungen Kopf unter der titelgebenden Krone (die auf ihr sehr vorbildsgetreu erschreckend riesig wirkt), während Matt Smith an ihrer Seite ihren unbequemen Göttergatten und Prinzgemahl Philip darstellt – ebenfalls ziemlich vorlagentreu, nach allem, was man so hört: von Fettnäpfchen bei Staatsbesuchen bis hin zu nackten Details, die manch einen Zuschauer in helle Verzückung über die perfekte Knackigkeit royaler Arschbacken versetzt haben dürfte, lebt Matt Smith seine Rolle (wieder mal) mehr, als dass er sie spielt.

Irgend jemand hat scheinbar dem Premierminister den Buckel weg operiert! Und wir dachten, sie hätten nur dem König die Lunge raus genommen… (Foto: ©Netflix)

The Crown – eine hochkarätig besetzte, sündhaft teuer produzierte Netflix-Serie, ein emotional packendes Historien-Drama, außerdem eine Studie über Zeroest-World-Problems und eine Royale Seifenoper der Superlative, die die Grundprämisse so vieler Filme und Serien über gekrönte Häupter in den letzten Jahren und Jahrzehnten nicht nur simpel wiederkäut, sondern sie gekonnt deklamiert:

„Königs haben’s auch nicht leicht!

…die können ja auch nicht immer so, wie sie wollen, ne!“

 

Prinz Philip: ent-griechifiziert und ent-deutscht (was für eine Kombination!)

(Wem diese Weisheit nicht originell genug ist, weil er oder sie schon bis zum Erbrechen in Werken wie Victoria, Victoria & Albert, Elizabeth, The Tudors, The Madness of King George, The King’s Speech, King Ralf, Sissi und gefühlten Dutzenden anderer Royaler Schicksalsschmachtfetzen vorgebetet bekommen hat, der (oder die) sollte sich schämen, denn er (oder sie) ist ein böser, böser Mensch, zutiefst anti-royalistisch und wird dereinst in dem für ungewaschene Bolschewiken und Republikanern vorbehaltenen Teil der Hölle schmoren!)

Was es sonst noch zu der Serie zu sagen gibt, zu Besetzung, Ausstattung, Kostümen, Kulissen, Echsenmenschen, Dramaturgie, historischer Akkuratesse, unseren persönlichen Verhältnissen zu Königs und Königins, Lob, Rants, Anekdoten über koreanische Staatsoberhäupter, praktische Tipps und Vorschläge zur Erleichterung des Erwerbs von Adelstiteln… außerdem: wieso man es leichter hatte, David Tennant den Comic-Schurken abzunehmen als Matt Smith den Prinzgemahl, ob Royals nun wirklich arbeiten oder nicht, ob der nackte Winston Churchill eine ebenso große Augenweide ist wie der nackte Prinz Philip, wieso da eigentlich die ganze Zeit gequalmt wird, und wie im Großen, Ganzen und Speziellen das Urteil der einzelnen königstreuen Mitglieder des Hohen House of Lords der Film- und Serienmonarchie über The Crown ausfällt…

Hört am besten einfach in den Podcast rein und fällt selbst ein Urteil.

(…auch über uns und unser Urteil. Solange Ihr uns nicht auf die Guillotine schickt, werden wir wohl damit leben können. Und solltet Ihr danach beschließen, dass es an der Zeit wäre, Monarchien generell abzuschaffen, findet Ihr bei uns mindestens einen tatkräftigen Unterstützer!)

Aus dem Cast verlinkt:

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17×11 – Come fly with me

Großbritanniens 1. fliegende Ehekrise

Come fly with me

Morgens halb 10 in Großbritannien, auf einem der “beliebtesten Flughäfen Großbritanniens”, hier tummelt sich allerhand lustiger, teils abstrakter Personalie.

Zwischen Fluggästen verrichten diese Menschen ihre Arbeit als Manager, Zollbeamte, Gepäckpacker, Kaffeeverkäufer und so weiter.

Alle gespielt von den zwei aus Little Britain bekannten Comedians Matt Lucas und David Walliams.

Die Situationen in denen wir die beiden erleben sind zwar übertrieben, aber gnadenlos komisch und auf den Punkt.

Ist das nicht langweilig?

Im Gegenteil. Come fly with me ist ein würdiger Nachfolger von Little Britain, wenn auch nicht ganz so bissig, dafür aber liebevoller ausgearbeitet. In tollen Masken verkörpern die beiden Darsteller vollkommen unterschiedliche, teils sehr kautzige Charaktere in überzeichneter Form.

Check-IN-Damen Melody und Keeley

“Wir hatten keinen Flugzeugabsturz seit Dienstag!”, prahlt zum Beispiel Omar, seines Zeichens Leiter der Billigfluglinie “Flylo”. Omar kennt, wenn es ums Sparen geht, keine Tabus. Schwimmwesten gibt es nur gegen Geld für eine begrenzte Nutzungsdauer, Toiletten werden abgeschafft. “Ist Flug eine Stunde lang? Du kannst das halten!”, versichert Omar. Das Büro ist natürlich im Stile altrömischer Herrscher mit Gold und Marmor ausgestattet. Womit hier das Sprichtwort “Wasser predigen und selber Wein saufen” herrlich in Szene gesetzt wird.

 

Was denken die Serienrepublikaner?

Oli, Felo und Tim haben sich die Serie im englischen Originalton angeschaut. Und raten das auch den sprachkundigen Zuhörern, da der Wortwitz sowie die Melodie der Sprache, bei aller Professionalität der Synchronsprecher Oliver Welke und Oliver Kalkofe. nicht vollständig transportiert werden kann.

Uverkennbar: Mutter und Sohn Lucas

Insgesamt ist es zwar einerseits schade, dass die Serie nur 6 Episoden geschafft hat und nie über die erste Staffel hinausgekommen ist, andererseits hat sich nach diesen Folgen die Flughafenkulisse und die sich bietenden Einsatzmöglichkeiten der Charaktere erschöpft. Vielleicht hätte man weitere Staffeln in anderer Umgebung produzieren können, aber die Gerüchte sagen, dass sich Lucas und Walliams ohnehin verkracht haben und demnach leider nichts neues von diesem kongenialen Comedyduo mehr zu erwarten ist.

Zum Glück sieht man sie nach wie vor im Fernsehen. Matt Lucas war zuletzt in der Rolle des tollpatschigen Nardole in Doctor Who zu sehen und David Walliams ist Juror der britischen Castingshow “Britains got Talent”.

Der tumbe Nachwuchsburgerbrater Tommy und sein Supervisor

Aus dem Cast verlinkt

Felo und Tims grandioser Whocastauftritt

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Mit der Serienrepublik in den WhoCast

Während wir uns noch mitten in unserer nächsten Folge stecken, haben Tim und ich uns kurzerhand einen der Hauptdarsteller der Serie genommen, die wir gerade in Becastung haben, und ihn auf kleinen einen Ausflug in einen befreundeten Nachbar-Podcast mitgenommen, den WhoCast.

Gemeinsam mit Raphael (nein, das ist NICHT der Schauspieler, von dem ich gerade orakelt habe, sondern der Gastgeber-Schrägstrich-Oberpodcaster des WhoCasts!) haben wir über so schöne Dinge wie Blindheit, Selbstmord, vermeintlich tödliche Schein-Realitäten, den Papst als Stimmungstöter bei zart-erotischen, zwischenfraulichen Annäherungsversuchen, die Päpstin, einen sympathischen Kardinal (spätestens hier ahnt man: es handelt sich wohl um Science Fiction!), leichenhafte Alien-Mönche, verborgene Ketzerei-Bibliotheken unterm Vatikan mit WLan, respektvollen Umgang mit der katholischen Kirche und noch so manch anderes geplaudert…

…ach ja, und nebenbei auch über die Folge “Extremis” der aktuellen Season von Doctor Who. (Warnung: ernsthafte Spoiler-Gefahr!)

Hier geht es direkt zu unserer Podcast-Folge auf der Homepage des WhoCastes: einfach im Keller des Vatikans das ketzerische Gemälde aufklappen und einsteigen. Oder durch eins der Portale im Projektionsraum treten. Aber Vorsicht: nicht das falsche Portal nehmen, sonst landet Ihr im Pentagon, und dann hilft nur noch ein Laurel & Hardy‘scher Rückzug!

Der Doctor. (Und: so ungefähr könnte mein Gesichtsausdruck aussehen, wenn der Papst in MEIN Schlafzimmer platzt!)

Es war uns eine Ehre und eine geradezu spirituelle Erfahrung (okay, JETZT übertreibe ich definitiv!), unseren Einstand als Gast-Caster im WhoCast mit so einer gehaltvollen Folge zu begehen. Hosianna! Danbrown ex Tardis in eternitas, Amen.

17×10 – Mit der LEXX durch die dark zone

Eva Habermann, ihre herausragenden Talente und der Kleine Wütende Mann

LEXX – The dark zone

Eva Habermann…

Halt stopp, es geht eigentlich nicht um Eva Habermanns herausragende Talente, die sie in dieser interessanten Kanadisch-Britisch-Deutschen Ko-Produktion aus dem Jahre 1997 zeigen konnte. Zentrum der Handlung ist eine mächtige Vernichtungswaffe in Form eines gigantischen Raumschiffes in Insektenform, geschaffen von seinem göttlichen Schatten, dem gruseligen Herrscher des Bereichs diesseits der Darkzone.

… Und Eva Habermann. Jaaa, die ist auch dabei. Die Hälfte der Zeit in dieser ersten Episode der Trilogie aber noch nicht als solche zu erkennen. Muss sie doch erst als Bestrafung, dass sie ihrem minderjährigen (ziemlich unangenehmen) Ehemann nicht zu Diensten war, in eine Liebessklavin transformiert werden. Damit einhergehend auch eine körperliche Umwandlung. Aber der Reihe nach.

Der 10. Serienrepublik Cast

LEXX die mächtigste Vernichtungswaffe der zwei Universen

Jawoll. Wir haben unsere Schallmauer durchbrochen. 10 Podcasts haben wir seit Januar 2017 produziert. Das haben die Serienrepublikaner Felo und Tobi zum Anlass genommen, bei Tim einzufallen, Grill, Couch und Biervorrat in Anspruch zu nehmen und dieses Machwerk bei mitlaufender Podcastaufnahme anzuschauen.

In Frankfurt am Main hat es sich zeitgleich Oli im Ohrensessel bequem gemacht um auf seinem Fernseher synchron zur Kölner Vorführung ebenfalls LEXX anzuschauen. Verbunden sind alle dabei live mittels Knopf im Ohr und Mikrofon.

Klingt chaotisch? War es auch.. 😉 Aber wir denken, wenn ihr LEXX noch nicht gesehen habt, hört mal in den Cast hinein, danach seid ihr entweder so neugierig zu sehen was wir versucht haben in Worte zu fassen, oder Beschreibung von allesfressenden Clusterechsen reicht euch schon aus um euch nie wieder aktiv für LEXX zu interessieren.

Kai, der letzte der Brunnen G. Für uns schlicht: Günther

Wirklich die ungeschnittene Wahrheit?

Ja, mehr oder weniger. Pausen haben wir raus geschnitten, aber alle mehr oder weniger peinlichen Ergüsse (es geht primär um Eva Habermanns “Talente”), haben wir zur allgemeine Belustigung drin gelassen. Liebe Feministinnen, Beschwerden bitte an info@serienrepublik.de bevor ihr uns bei der Medienaufsicht verklagt. 😉

Es geht um Gefangene mit Glitzerlendenschutz, Organfressende Rieseninsekten, Ein göttlicher Schatten mit ganz vielen Vorschatten, Cluster und nicht zuletzt der eingängige Männergesang der Brunnen G an den sich sogar einer unserer eingespielten Podcastfreunde eines anderen Casts gut erinnern konnte.

Harald und Raphael, ihres Zeichens Whocaster, geben sich für diese Episode ein kleines Stelldichein und erinnern sich an ihre Erfahrungen mit LEXX. Soviel vorab: Viel ist nicht hängen geblieben. Außer Eva Habermann 😉

Euer Fazit?

Sein göttlicher Schatten

Warum die Brunnen G Brunnen G heissen, konnte noch nicht abschließend geklärt werden. Auch nicht, warum die zeitlose Prophetin eine Lakritzschnecke am Hut trägt oder was überhaupt der Sinn des Ganzen ist. Um Felo zu zitieren, man kann dieser Produktion alles nachsagen, aber nicht, dass sie phantasielos wäre. Im Gegenteil!

Abgedrehter Scheiss trifft es wohl am ehesten. Sollte man es mal gesehen haben? Definitiv. Danach hat man eine solide Trashgrundlage als Bodensatz und kann danach alles andere darüber anordnen und richtig klassifizieren. 😉

Ehre sei seinem Schatten!

Viel Spaß beim Anhören!

Und als kleine Besonderheit gibt es noch etwas oben drauf. Wir haben eine ungeschnittene Tonspur in Original-Lauflänge der ersten Episode von LEXX – The dark zone – Rebellen der Galaxis vorbereitet. Wenn ihr es schafft, sie zeitgleich mit der Wiedergabe des Films zu starten, fühlt ihr euch als würdet ihr mit uns auf dem Sofa sitzen. Ob das etwas Gutes oder Schlechtes ist, bleibt euch überlassen! 🙂

Audiokommentar – LEXX The Dark Zone – Rebellen der Galaxis

 

Die berühmte Duschszene in Folge 2

Aus dem Cast verlink

Viele (nahezu alle wichtigen) Bilder aus der besprochenen Episode gibt es bei Schnittberichte.com

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17×09 – My little Pony

Jetzt sind sie ganz verrückt geworden

Soll es in dieser Ausgabe der Serienrepublik wirklich um My little Pony gehen? Ja sind wir denn kleine Mädchen? 😉 Man könnte es auf den ersten Blick annehmen.. Als ich das erste mal mit My little Pony konfrontiert wurde, war das irgendwann in den 80er Jahren und es handelte sich um fiese chemisch bunte Plastikpferdchen mit riesigen getuschten Augen und wallenden Mähnen, die augenfällig ausschließlich danach schrien, von kleinen Mädchen gebürstet und geflochten zu werden.

Pinkie Pie – Das Party Pony

Doch wirklich

Der Teenager der ich damals war, konnte damit null anfangen und so habe ich das Thema über 20 Jahre lang abgetan als Mädchenkram. Die Serie, weder die alte noch die neue, hatte ich jemals gesehen.

Twilight Sparkle – Auf der Suche nach dem Wesen der Freundschaft

Bis ich dann im Rahmen der Doctor Who Community das erste mal auf Männer stieß, die ganz unverblümt My little Pony Bilder als Profilpics hatten. Zwar nicht mehr die Generation die ich kannte, aber es waren ganz sicher Ableger jener fiesen bunten Plastikwelt, die ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte.

OK. Ich hatte in meiner Jugendzeit auch gelegentlich Abstecher in die Cartoon-Welt der Duck Tales, Darkwing Duck, Gummibärenbande, Schlümpfe und so weiter unternommen. Und manches davon schaue ich mir gerne heute noch an, aber MLP (so kürzen die Fans die Pony Serie ab) gehörte nie dazu.

Fluttershy – Die mit den Tieren spricht

Eines Tages bot sich die Gelegenheit.

 

Alle sonstigen Serien, die ich so schaute, hatte ich durch und ich lief unterhaltungstechnisch trocken. Da entschied ich mich, doch mal herauszufinden, was es mit diesen Ponys auf sich hat. Es muss doch einen Grund dafür geben, dass erwachsene Männer (Bronies) ganz offen zugeben, diese “Mädchenserie” toll zu

finden. Ich besorgte mir also die erste Staffel und begann meinen Ausflug in das fantastische Land Equestria. Das Land in dem Twilight Sparkle, Pinky Pie, Rainbow Dash, Rarity, Fluttershy und Apple Jack ihre Abenteuer erlebten.

Zunächst war ich etwas enttäuscht. Die Serie fühlte sich in den ersten Folgen eher wie die überspitzte Darstellung einer übermoralischen Erziehungsphilosopie für kleine Kinder an. Es ging schwerpunktmäßig darum, dass eine Stubenhockerin (das magiebegabte Einhorn Twilight Sparkle) ihre Bücher zur Seite legen und im Auftrag der Prinzessin dieses sagenhaften Landes, das Wesen der Freundschaft studieren sollte. Das geht natürlich nicht in einer staubigen Bibliothek also machte sie sich gemeinsam mit ihrem kleinen Drachenassistenten Spike auf, um die Ponys der erwählten Heimatstadt Ponyville kennenzulernen.

Rarity – Die Großherzige

Und dann geht es los

Denn diese Ponys sind wirklich sagenhaft konzipierte Charaktere. Die sind überhaupt nicht durchgängig alle blumig, bunt, langweilig gezeichnet und folgen alle dem selben drögen Autorenwurscht sondern man erkennt bei jedem neuen Charakter, den Twilight Sparkle für uns kennenlernt, ein Augenzwinkern und eine spezielle Idee, die hinter der Figur steckt.

Es sind z. B. der chaotische Drache Discord (mit der englischen Stimme von John de Lancie = Q aus Star Trek und der deutschen von Michael Pan = Data aus Star Trek). Oder gefürchtete schwarze Wechselponys die die Welt vampirgleich in Angst, Schrecken oder Verzweifelung stürzen wollen. Oder auch der Vertreter einer völlig anderen TV Show Dr. Whooves (Dr. Who) der anhand seines “Schönheitsflecks” einem Stundenglas gut als “Zeitbegabtes” Pony zu erkennen ist.

Überhaupt, geht es oft um diese Schönheitsflecken. Jedes Pony bekommt automatisch einen, wenn es seine Bestimmung entdeckt hat. Da sind die Apfelbezogenen Flecken der Familie rund um Applejack noch die unspektakulärsten, aber manchmal ist es auch nicht so leicht zu seinem Fleck zu kommen. Dazu haben die jungen Ponys einen eigenen Club gegründet, mit dem Ziel ihre Schönheitsflecken möglichst schnell zu “erzwingen” um dazu zu gehören. Natürlich klappt das nicht so einfach, so trickreich sie dabei auch herangehen mögen.

Rainbow Dash – Sportskanone und Siegertyp

Aber jetzt mal wirklich? Soll ich mir das angucken?

Zunächst: Wir haben uns für diesen Cast tatkräftige Verstärkung besorgt. Maren hat im Rahmen ihres Studiums eine Arbeit über das Thema My little Pony geschrieben und kann uns daher von der theoretischen Seite gut unterstützen. In der Tat bringt sie einige sehr interessante Aspekte ein, sie profitiert hier auch von ihrer Erfahrung zum Start ihrer Berufslaufbahn im Animations- und Zeichenbereich. So ganz auf Felo konnten wir natürlich wieder nicht verzichten, bzw. er hatte doch noch einige Anmerkungen von der Seite querzuschiessen 😉 die uns noch eine weitere Meinung zu unserer eigenen für diesen Cast beschert haben.

Ob “My little Pony” jetzt nun wirklich etwas speziell DEINEN Geschmack trifft, lässt sich schwer sagen, es kann gut sein. Wenn man Felo fragen würde, würde er davon abraten. Fragt man Tim und Tobi oder natürlich Maren, sollte man sich diese Serie auf jeden Fall mal gelegentlich gönnen.

Es hilft wohl tatsächlich nur, unvoreingenommen an die Sache heranzugehen und sich einfach mal die verfügbaren Episoden auf Netflix anzuschauen. Berührungsängste sollte man nicht haben, selbst wenn einem My little Pony nicht gefällt, dann kann man seine Meinung wenigstens objektiv begründen.

Vielen Dank an Maren, Felo und die Zeichnerkumpane für die Mitarbeit an dieser Ausgabe!

Applejack

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pinkies Song:

Interpretation des Kölner Sketch’n’Slurps:


Mit Material von Hasbro

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17×08 – Auf dem Mond (Moon)

Moon

So hat Duncan Jones sein Erstlingswerk als Regisseur genannt. In den Kinos war der nachdenklich machende Science Fiction Streifen bereits 2010 zu sehen.
Allerdings blieb er leider relativ unbemerkt, so dass er nicht nur sehr wenig Gewinn erwirtschaftet hat sondern auch der Science Fiction Community relativ
unbekannt geblieben ist.

Worum geht’s?

Die Erde im Jahr 2034 hat ihre Energieprobleme gelöst. Man nutzt Solar- und Windenergie und deckt darüber hinaus über 70% des Energiebedarfs durch die Nutzung von Helium 3. Das wird von dem Energieunternehmen Lunar Cooperation nahezu vollautomatisch auf der Rückseite des Mondes abgebaut und per Raketentransport an die Erde gesendet. Mit “nahezu” vollautomatisch ist gemeint, einen Arbeiter (Sam) gibt es dort schon, der auf Basis eines 3-Jahres-Vertrags alles überwacht, wartet und ansonsten einsam und allein auf der Mond-Raumstation lebt. Gesellschaft leistet ihm Roboter GERTY, ein äußerst intelligentes Stück Technologie, das im Englischen und Deutschen mit der Stimme von Kevin Spacey (bzw. dessen gewohntem Synchronsprecher Till Hagen) spricht.

GERTY kommuniziert mit Emoji

Natürlich steckt mehr hinter dem Ganzen als nur Leben und Arbeiten in einer futuristischen Umgebung. Sam freut sich sehr darauf, dass sein Vertrag bald abgelaufen und er für die Rückkehr auf die Erde terminiert ist.

Dazu soll es allerdings nicht kommen, verunglückt er doch bei der Kontrolle eines der vollautomatisch arbeitenden mobilen Abbaufahrzeuge mit seinem Mond-Rover und findet sich bei seiner Rückkehr auf die Station mit einer weiteren Ausgabe seiner selbst konfrontiert.

Dieser Klon ist jünger und fitter als er selbst. Und zunächst sind sich beide nicht ganz sicher, wer jetzt das Original und wer die Kopie ist. Allerdings spielt das auch bald nur noch eine untergeordnete Rolle, kündigt doch das Unternehmen an, wegen des defekten Harvesters eine Reperaturcrew zu senden und bei deren Eintreffen sollten idealerweise nicht zwei Sams vorzufinden sein.

GERTY offenbart ihnen irgendwann mehr über den Hintergrund der Station, wie sie funktioniert und über deren eigene Lebensgrundlage. Es gilt, sich mit der Situation dergestalt zu arrangieren, das wenigstens einer der beiden nach Hause zu Ehefrau und Tochter zurückkehren darf.

Und das war alles?

Nein, natürlich nicht. Wir haben einmal wieder die bewährte Methode angewendet, nur ca. 3/4 des Films zu besprechen und den wirklich überraschenden Part der Handlung aussen vor zu lassen. Das bedeutet, wir vermeiden Spoiler, und bis zu der Stelle an der wir unsere Besprechung abbrechen ist es wirklich “safe to watch”. 😉

Auch auf dem Mond soll man es lauschig haben. 😉

 

Was denken die Serienrepublikaner?

*pling* *pling*

Tim, Oli und Felo waren von diesem Film sehr überrascht. Dafür, dass es ein Debut des Regisseurs ist, das gesamte Budget nur 5 Millionen Dollar betrug und der gesamte Streifen in 33 Tagen abgedreht war, ist ein hervorragendes Stück Science Fiction entstanden.
Die bunkerhafte Weltraumstation sowie Roboter, Fahrzeuge und Mondlandschaft wirken 100% überzeugend und man bekommt nicht ein einziges mal den Eindruck vermittelt, an der Kulisse wäre zulasten der Glaubwürdigkeit gespart worden.

Letztendlich ist es allerdings ein britischer Film. Das heisst der Protagonist verzehrt natürlich Baked Beans zum Frühstück und der private Wohnbereich wirkt auch eher europäisch als amerikanisch, aber das tut dem Vergnügen natürlich keinen Abbruch, im Gegenteil.

Was die Auflösung des Films angeht so ist diese überraschend und verstörend zugleich. In einer utopischen Zukunft, von der man denkt, dass der Film sie darstellt, darf es ein unmoralisch und unmenschliches Handeln wie das des Energieunternehmens eigentlich nicht geben. Die Menschheit ist am Ende, als sie mit der Wahrheit konfrontiert wird, zwar erbost und es bricht Chaos aus,
aber man denkt sich beim Anschauen wirklich: Wenn es trotz der schönen Schale im Kern immer noch ein derart verderbtes Verhalten gibt, kann man auf Äußerlichkeit wirklich nichts geben. Im Hintergrund kann es immer dreckig und unschön sein. Wie ein schöner Naherholungspark, der auf einer Müllkippe errichtet wird.

Wer gewinnt beim Tischtennis. GERTY oder GERTY?

Kann man sich den Film anschauen?

Absolut. Wir empfehlen euch den Film sehr. Man wird in knapp 1.5h sehr gut unterhalten. Nicht nur die Effekte überzeugen, auch die Schauspieler und die coole Art wie Kevin Spacey Roboter GERTY spricht und damit stark an Computer HAL von Space 2001 Odysse im Weltraum erinnert.

Aus dem Cast verlinkt

Easter Egg – Gerty spielt gegen sich selbst Tischtennis

Die Zukunft ist schon heute: Haareschneiden mit dem Staubsauer


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Geplante Wartung

Hallo liebe Besucher,

in der nacht vom 12. auf den 13. April führen wir eine geplante Erweiterungsarbeit an unserem Server durch. Dadurch wird die Homepage und die Podcasts voraussichtlich von 23:00 – 05:00 nicht erreichbar sein.

Wir bitten um Verständnis.

Viele Grüße

Das Serienrepublik Team

17×07 – Mit Richard III an die Macht

Ian McKellan ist Richard III

Magneto meets Shakespeare

Ein Experiment, ein ganz neuer Versuch bei der Serienrepublik. Die Abwesenheit unseres hessischen Kollegen nutzend, versuchen sich Felo und Tim an hoher Kultur und zwar an einer Adaption des Shakespeare Werkes Richard III, maßgeblich erdacht und realisiert von Ian McKellen.

Zuerst war es nur eine spinnerte Idee in der langen Liste der Filme und Serien, über die wir gerne mal sprechen würden. Aber Felo legte seine gesamten Überredungskünste und seine fundierte Vorbildung aus dem 30 Jahre entfernten Englisch-Leistungskurs in die Waagschale um dem Kulturnerd Tim das Thema schmackhaft zu machen.

So richtig drauf angesprungen ist er nicht, hat er doch das Anschauen des Films quasi auf den allerletzten Drücker 2 Tage vor der Produktion des Podcasts gelegt. Der geneigte Leser kann mit aufmerksamer Recherche bei Twitter ein leidendes Posting dazu finden… 😉

Ist der Podcast trotzdem gut geworden?

Man könnte ja jetzt meinen, wer mit einer dermaßenen Unlust an ein Thema herangeht, kann es am Ende nur versauen. Das Gegenteil ist eingetreten. Wenn man den Stoff nicht ganz so ernst nimmt und sich eher auf die interessanten Randfakten konzentriert und ansonsten Felo ausgiebig zu Wort kommen lässt, kann auch durch einen Podcast durchkommen, dessen Thema nicht so ganz die eigenen Vorlieben trifft.

Aber mal Scherz beiseite. Richard III in der 1995er Fassung kann man sich durchaus anschauen. In diesem Falle ist sogar die Deutsche Synchronisation nach Meinung unserer beiden Hauptcaster durchaus passabel und angemessen. Tobi, der mit einem recht windigen Einspieler (Sorry an die audiophilen Zuhörer, da müsst ihr jetzt durch) zugeschaltet wird, sieht das zwar anders, aber am Ende bildet sich der geneigte Hörer selbst ein Urteil.

In einem Punkt müssen wir uns allerdings ein wenig korrigieren. Richard wird zwar zur Musik der “Eurovisionshymne” gekrönt, jedoch war dieses “Te deum” von Marc-Antoine Charpentier, vor seiner Verwendung im Fernsehen, natürlich feierlicheren Zwecken vorbehalten. Auch der Krönung von Königen und Kaisern.

Außerdem haben wir erneut mit Tonstörungen zu kämpfen, wir arbeiten daran, diese für immer abzustellen und bitten bis dahin für die Einschränkung des Hörgenusses um Verzeihung.

Worum geht’s?

England, in den 1930ern: ein langanhaltender Bürgerkrieg endet mit dem Tod des Königs und dessen Sohn. Der letzte, entscheidende Armee-Schlag wurde ausgeführt von Richard Gloucester, dem Oberbefehlshaber der Truppen der Yorks. Es ist Frieden. Neuer König ist der kränkliche Edward, Richards ältester Bruder. Richard fühlt sich als Soldat fehl am Platze in Friedensszeiten und als Deformierter als Außenseiter. Er plant, seine großen, ehrgeizigen Ambitionen aufs Zivilleben zu übertragen.

Als erstes lässt er seinen älteren Bruder Clarence (der in der Thronfolge vor Richard steht), noch während der Krönungsfeier unter falschen Anschuldigungen im Tower einkerkern (heuchelt Clarence aber vor, auf seiner Seite zu stehen und ein Wort beim König für ihn einzulegen.)

Richard heiratet Anne, die Witwe des von ihm getöteten Sohnes des ehemaligen Königs und verschafft sich nach und nach Verbündete am Hof.  Der König will Clarence begnadigen. Richard fängt das Begnadigungsschreiben allerdings ab und lässt Clarence im Tower von zwei Handlangern umbringen. Auf einem königlichen Vergnügungsausflug ans Meer erzählt er scheinheilig dem König von Clarence Tod. König erleidet einen Anfall, von dem er sich nicht mehr erholt, und stirbt.

Der Sohn des Königs soll Thronfolger werden. Richard wird Lord Protector des Prinzen. Earl Rivers, der Bruder der Königin will den Prinzen unterstützen und wird so zur Bedrohung für Richard. Richard lässt Rivers ermorden. Richard fängt die beiden ältesten Prinzen scheinheilig am Bahnhof ab und lässt die Prinzen „zu ihrer eigenen Sicherheit“ im Tower einsperren. Die Königin indes darf ihre Söhne nicht sehen. Richard beschuldigt sie der Hexerei. Im selben Atemzug lässt er den Premierminister hinrichten, der seinen Ambitionen, selber die Krone zu ergreifen im Wege steht.

Richard beginnt ein faschistisches Terror-Regime. Bürgermeister und House of Lords-Mitglieder bitten ihn, die Krone anzunehmen. Er willigt ein (erst scheinbar widerstrebend): Geboren ist König Richard III. Nun nicht mehr benötigt, lässt er die Prinzen und seine Frau Anne ermorden (weil er zwischenzeitlich andere Hochzeitspläne hat).

Im Ausland sammelt sich eine Oppositions-Armee, geführt von Henry Richmond, bereit zur Invasion. Richard rüstet sich und die seinen erneut zum Krieg.

Elizabeth stellt Richard wegen der Ermordnung ihrer geliebten Söhne zur Rede. Dieser bedrängt sie stattdessen, ihn mit ihrer Tochter Elizabeth zu vermählen. Mutter und Tochter fliehen heimlich ins Ausland zu Richmonds Armee, wo die Prinzessin mit Richmond verheiratet wird. Richards Anhänger schlagen sich mehr und mehr auf die gegnerische Seite.

Richmonds Truppen greifen überraschend Richards Armee-Hauptstützpunkt an. Dieser versucht dem Angriff zu entkommen, scheitert aber, als sein Jeep in Bombentrümmern stecken bleibt. („Ein Pferd! Ein Königreich für einPferd!…”) Er muss daher zu Fuß weiter fliehen und wird von Richmond in ein ausgebombtes Gebäude verfolgt. Richmond stellt Richard auf einem Stahlträgergerüst. Bevor Richmond ihn erschießen kann, lässt sich Richard mit fatalistsicher Geste rückwärts in die Tiefe und die Flammen fallen.

Aus dem Cast verlinkt

Ian McKellen’s empfehlenswerte Homepage

Felos Buchempfehlung (Frank Guenther: Unser Shakespeare)

Felos Sehempfehlung (Hamlet mit David Tennant)

Tims Sehempfehlung (Fernsehserie Vicious)

Mein Podcast bei podster

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17×06 – Mit Androiden durch den wilden Westen

Anthony Hopkins ist Dr. Ford

Westworld

Go west, life is peaceful there.. 

Wenn die Petshopboys mal gewusst hätten, was sich Michael Crichton da für seine Version des (wilden) Westen ausgedacht hat, hätten sie nicht vom friedlichen Leben dort gesungen.

In düstersten Farben malt er eine schreckliche Erweiterung des Jurassic Parc in die weiten Steppen des amerikanischen mittleren Westens. Dieses mal sind nicht Dinosaurier hinter Starkstromzäunen die Attraktion, es sind Menschen. Künstliche Subjekte, von Menschen geschaffen, zum Amüsement in eine Wild-West-Kulisse gesteckt und täglich auf’s Neue übelst gequält.

Der brutale schwarze Cowboy

Denn, was Dr. Ford (genial gespielt von Anthony Hopkins) in seinem Park erschaffen hat, sind Wesen die fühlen, denken und nach Belieben gesteuert werden können.

Pech nur, dass sie gar nicht mehr weit davon entfernt sind, eine Seele auszubilden. Oder haben sie sie womöglich längst?

Die künstlichen Lebensformen (Hosts), spielen je nach vorgegebenem Programm eine Rolle. Es beginnt beim simplen Goldgräber, der neu ankommende Besucher zu Expiditionen mit Schatzkarte in die Wildnis locken möchte und endet z. B. bei der Prostituierten, die Männerphantasien ohne Tabu befriedigt. Wenn dem Besucher danach ist, legt er beliebige Hosts um oder misshandelt sie auf’s Übelste. Den Parkbetreibern, die im Untergrund ein riesiges Verwaltungs- und Wartungssystem betreiben, ist das auch alles bewusst. Es geht darum, die exklusive Kundschaft zufrieden zu stellen. Zerstörte oder beschädigte Hosts werden zurückgeholt und in den hauseigenen “Werkstätten” repariert und bei Bedarf deren Gedächtnis gelöscht.

Das mechanische Klavier spielt moderne Melodien

Einige der Hosts beginnen allerdings sich seltsam zu verhalten und von ihren “Storylines” abzuweichen. Dolores, die Farmerstochter scheint zunächst dabei der Dreh- und Angelpunkt zu sein. Es stellt sich allerdings heraus, dass andere Figuren viel weiter sind mit ihrer Entwicklung und auch der eigene Vater, der nach dem Fund eines neuzeitlichen Fotos auf seinem Acker völlig aus den Fugen gerät, spielt eine entscheidendere Rolle.

Das Schlechteste im Menschen

Während man die Serie schaut wird man von einem schrecklichen Gedanken zum nächsten getrieben. Man denkt nach über die Natur des Menschen, ob wir nicht eigentlich gnadenlose Monster sind, wenn wir uns moralisch nicht mehr zügeln und Mitgefühl und Menschlichkeit auf der Strecke bleiben. Die Frage lässt sich sicher mit “ja” beantworten.

Wie hat es euch gefallen?

Oli hat Tim und Felo auf die Serie aufmerksam gemacht. Wir tun uns ja momentan etwas schwer, bei der Auswahl unserer Inhalte, da unsere Interessensschwerpunkte nicht immer 1:1 Deckungsgleich sind. 😉 Um die erste Staffel von Westworld schauen zu können, musste auch noch ein Probeabo von Sky Ticket her. Das ist zum Glück recht günstig zu haben, der Zugriff auf die entsprechenden Inhalte ist allerdings je nach Endgerät einfacher oder umständlicher. Nur soviel: Auf Mobilgeräten ist die App ok, auf dem TV eher nicht, da ständig die Logindaten (über die Fernbedienung!) eingegeben werden müssen..

Dr. Ford und Verhaltenschef Bernard

Die WTF-Momente setzen relativ schnell ein, wenn man beginnt Westworld zu schauen. Erst freut man sich über die stylishe Atmosphäre der Westerninhalte, die geniale Musik (von Ramin Djabadi, klingt wie das Beste von den Karl-May-Festspielen Elspe) oder die clevere Idee, einen Themenpark zum Mitmachen zu erfinden. Dann setzt aber schnell das Nachdenken ein. Die Gäste benehmen sich teilweise so ruppig und ungehemmt, dass man sich schämt ein Teil dieser Menschheit zu sein. Außerdem ist die Behandlung der Hosts, selbst durch ihre Erschaffer (nacktes Herumsitzen in den Werkstätten, Umgang wie mit einem Werkzeug) ziemlich respektlos und das macht schnell betroffen.

Die Serie setzt unglaublich stark auf Details, die erst auf den zweiten oder Blick erkennbar werden. In unserem Cast haben wir ziemlich intensiv über Details gesprochen, man verliert sich gerne darin. 😉

Wir waren aber alle der Meinung, dass die Serie einen unglaublichen Spannungsbogen aufbaut, ihr wisst ja, wir versuchen spoilern zu vermeiden. Aber selbst wenn ihr diese Shownotes gelesen habt und schon das Gefühl habt, ihr wisst zu viel über die Handlung, lasst euch gesagt sein: Wir haben nur an der Oberfläche gekratzt.

In Staffel 2 wird es vermutlich ziemlich zur Sache gehen, bereits im zweiten Teil der ersten Staffel werden dafür die Grundlagen gelegt und man kann sich viele völlig krasse Möglichkeiten überlegen wie diese weiter ausgebaut werden.

Inhaltlich haben wir es diesmal so gemacht, dass wir intensiv über die einleitende erste Episoden gesprochen haben. Dann kommt eine Spoilerwarnung, und im zweiten Teil der Sendung reden wir völlig frei über die restliche erste Staffel. Wer mit Spoilern kein Problem hat, oder die Serie kennt, kann den ganzen Podcast hören. Alle anderen, haben dann die Möglichkeit zumindest so lange diese Podcastfolge abzubrechen, bis sie die Serie gesehen haben. Also keine Angst, bis zur deutlich ausgesprochenen Warnung kann jeder problemlos mithören!

Aus dem Cast verlinkt

Der Soundtrack

Karl-May-Festspiele

Westworld@Sky Ticket

David Morrissey war übrigens nicht der Tourist der den Oberbanditen erschossen hat. 😉


Mit Inhalten von Bad Robot Productions, Kilter Films, Warner Bros. Television, Jerry Weintraub Productions, Sky

 

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