Abstrahier, Zwo, Vier!

Ist Kunst Design? Design Kunst? Können Designer Künstler sein, und Künstler Designer? Was ist überhaupt Kunst, und was ist Design, gibt es einen Unterschied, und wenn nicht, ist das wichtig? Oder ist es egal? Oder klein, blau, dreieckig und repräsentiert die mittelbare, trinitäre Transzendenz allen Seins und immateriellen Nicht-Seins in direkter Kommunikation mit Bier und bunten Gummi-Knödeln? Ist es? Nicht? Doch? Na, bitte.

Scott Dadich, hat sich einigen dieser Fragen gestellt, und daraufhin für Netflix eine Serie von Dokumentarfilmen mit und über bekannte Ausnahme-Designer aus den verschiedensten Gebieten, von Illustration, Grafik-Design, Architektur bis hin zum Sportschuh-Design produziert. Filme, die beim Betrachten nicht ganz zu Unrecht die Frage aufwerfen, ob das Filmemachen selbst nicht auch Kunst ist. (Natürlich ist es das! Doofe Frage. Weiter, bitte.)

„Abstrakt – Design als Kunst“

Die Podcaster des Film- und Serienkunstschmiede haben sich ebenfalls einigen dieser Fragen gewidmet, darüber hinaus auch noch vielen, vielen anderen Fragen, was das Thema Kunst, Design und Kreativität betrifft, und haben sich dazu in einer gemütlichen Plauderrunde um Mikro (Phon, nicht Welle!), und jede Menge Junkfood versammelt, um der Sache mit der Kunst mal gründlich auf die Pelle zu rücken.

Damit Felo sich als einziger Kreativschaffender in der Runde nicht so einsam fühlt, und damit Tim noch jemanden zum Ausfragen hat, haben wir uns Lars, alias den Herrn Besten aus der Lauschzwiebel, einen befreundeten Podcaster- und Zeichner-Kollegen eingeladen. Er hat nicht nur (in bester Lauschzwiebel-Manier, wie die treuen Hörer der Zwiebel bestätigen werden) die exotischeren Teile des Junkfoods beigesteuert, sondern auch noch so einiges an persönlichen Einsichten über den kreativen Schaffensprozess.

Außerdem hat er sich so richtig Notitzen über die Serie gemacht. Tim ebenfalls, und Felo hat sich einen dreiviertel Liter 7,5%iges Belgisches Bier mitgebracht – wir sind also gut vorbereitet gewesen für einen Großen Kreativen Akt.

Freut Euch auf eine extra-lange Folge der Film- und Zwiebelrepublik, die uns so viel Gesprächsstoff rund um das Thema der Serie Abstrakt Kreativität – und was mache ich, wenn ich davon betroffen bin” (oder so ähnlich) beschert hat, dass uns nicht mal der Ausfall der Batterie im Mikro gedämpft hat. Viel Spaß.

(c) Netflix

 

Aus dem Cast verlinkt:

 

avatar Tim

Come fly with me

Großbritanniens 1. fliegende Ehekrise

Come fly with me

Morgens halb 10 in Großbritannien, auf einem der “beliebtesten Flughäfen Großbritanniens”, hier tummelt sich allerhand lustiger, teils abstrakter Personalie.

Zwischen Fluggästen verrichten diese Menschen ihre Arbeit als Manager, Zollbeamte, Gepäckpacker, Kaffeeverkäufer und so weiter.

Alle gespielt von den zwei aus Little Britain bekannten Comedians Matt Lucas und David Walliams.

Die Situationen in denen wir die beiden erleben sind zwar übertrieben, aber gnadenlos komisch und auf den Punkt.

Ist das nicht langweilig?

Im Gegenteil. Come fly with me ist ein würdiger Nachfolger von Little Britain, wenn auch nicht ganz so bissig, dafür aber liebevoller ausgearbeitet. In tollen Masken verkörpern die beiden Darsteller vollkommen unterschiedliche, teils sehr kautzige Charaktere in überzeichneter Form.

Check-IN-Damen Melody und Keeley

“Wir hatten keinen Flugzeugabsturz seit Dienstag!”, prahlt zum Beispiel Omar, seines Zeichens Leiter der Billigfluglinie “Flylo”. Omar kennt, wenn es ums Sparen geht, keine Tabus. Schwimmwesten gibt es nur gegen Geld für eine begrenzte Nutzungsdauer, Toiletten werden abgeschafft. “Ist Flug eine Stunde lang? Du kannst das halten!”, versichert Omar. Das Büro ist natürlich im Stile altrömischer Herrscher mit Gold und Marmor ausgestattet. Womit hier das Sprichtwort “Wasser predigen und selber Wein saufen” herrlich in Szene gesetzt wird.

 

Der tumbe Nachwuchsburgerbrater Tommy und sein Supervisor

Was denken die Serienrepublikaner?

Uverkennbar: Mutter und Sohn Lucas

Oli, Felo und Tim haben sich die Serie im englischen Originalton angeschaut. Und raten das auch den sprachkundigen Zuhörern, da der Wortwitz sowie die Melodie der Sprache, bei aller Professionalität der Synchronsprecher Oliver Welke und Oliver Kalkofe. nicht vollständig transportiert werden kann.

Insgesamt ist es zwar einerseits schade, dass die Serie nur 6 Episoden geschafft hat und nie über die erste Staffel hinausgekommen ist, andererseits hat sich nach diesen Folgen die Flughafenkulisse und die sich bietenden Einsatzmöglichkeiten der Charaktere erschöpft. Vielleicht hätte man weitere Staffeln in anderer Umgebung produzieren können, aber die Gerüchte sagen, dass sich Lucas und Walliams ohnehin verkracht haben und demnach leider nichts neues von diesem kongenialen Comedyduo mehr zu erwarten ist.

Zum Glück sieht man sie nach wie vor im Fernsehen. Matt Lucas war zuletzt in der Rolle des tollpatschigen Nardole in Doctor Who zu sehen und David Walliams ist Juror der britischen Castingshow “Britains got Talent”.

Tobys Einhorn-Fantasien

Außerdem in dieser Episode:

Der Serienrepublik-Ausflug auf die Kölner Role Play Convention, in mehreren Einspielern und Bildern, die, erst einmal ins Gehirn eingedrungen, dort nachhaltige, bleibende Wirkungen hinterlassen können.

Aus dem Cast verlinkt:

avatar Oli
avatar Tim

Mit der LEXX durch die dark zone

Eva Habermann, ihre herausragenden Talente und der Kleine Wütende Mann

LEXX – The dark zone

Eva Habermann…

Halt stopp, es geht eigentlich nicht um Eva Habermanns herausragende Talente, die sie in dieser interessanten Kanadisch-Britisch-Deutschen Ko-Produktion aus dem Jahre 1997 zeigen konnte. Zentrum der Handlung ist eine mächtige Vernichtungswaffe in Form eines gigantischen Raumschiffes in Insektenform, geschaffen von seinem göttlichen Schatten, dem gruseligen Herrscher des Bereichs diesseits der Darkzone.

… Und Eva Habermann. Jaaa, die ist auch dabei. Die Hälfte der Zeit in dieser ersten Episode der Trilogie aber noch nicht als solche zu erkennen. Muss sie doch erst als Bestrafung, dass sie ihrem minderjährigen (ziemlich unangenehmen) Ehemann nicht zu Diensten war, in eine Liebessklavin transformiert werden. Damit einhergehend auch eine körperliche Umwandlung. Aber der Reihe nach.

Der 10. Serienrepublik Cast

LEXX die mächtigste Vernichtungswaffe der zwei Universen

Jawoll. Wir haben unsere Schallmauer durchbrochen. 10 Podcasts haben wir seit Januar 2017 produziert. Das haben die Serienrepublikaner Felo und Tobi zum Anlass genommen, bei Tim einzufallen, Grill, Couch und Biervorrat in Anspruch zu nehmen und dieses Machwerk bei mitlaufender Podcastaufnahme anzuschauen.

In Frankfurt am Main hat es sich zeitgleich Oli im Ohrensessel bequem gemacht um auf seinem Fernseher synchron zur Kölner Vorführung ebenfalls LEXX anzuschauen. Verbunden sind alle dabei live mittels Knopf im Ohr und Mikrofon.

Klingt chaotisch? War es auch.. 😉 Aber wir denken, wenn ihr LEXX noch nicht gesehen habt, hört mal in den Cast hinein, danach seid ihr entweder so neugierig zu sehen was wir versucht haben in Worte zu fassen, oder Beschreibung von allesfressenden Clusterechsen reicht euch schon aus um euch nie wieder aktiv für LEXX zu interessieren.

Kai, der letzte der Brunnen G. Für uns schlicht: Günther

Wirklich die ungeschnittene Wahrheit?

Ja, mehr oder weniger. Pausen haben wir raus geschnitten, aber alle mehr oder weniger peinlichen Ergüsse (es geht primär um Eva Habermanns “Talente”), haben wir zur allgemeine Belustigung drin gelassen. Liebe Feministinnen, Beschwerden bitte an info@serienrepublik.de bevor ihr uns bei der Medienaufsicht verklagt. 😉

Es geht um Gefangene mit Glitzerlendenschutz, Organfressende Rieseninsekten, Ein göttlicher Schatten mit ganz vielen Vorschatten, Cluster und nicht zuletzt der eingängige Männergesang der Brunnen G an den sich sogar einer unserer eingespielten Podcastfreunde eines anderen Casts gut erinnern konnte.

Harald und Raphael, ihres Zeichens Whocaster, geben sich für diese Episode ein kleines Stelldichein und erinnern sich an ihre Erfahrungen mit LEXX. Soviel vorab: Viel ist nicht hängen geblieben. Außer Eva Habermann 😉

Euer Fazit?

Sein göttlicher Schatten

Warum die Brunnen G Brunnen G heissen, konnte noch nicht abschließend geklärt werden. Auch nicht, warum die zeitlose Prophetin eine Lakritzschnecke am Hut trägt oder was überhaupt der Sinn des Ganzen ist. Um Felo zu zitieren, man kann dieser Produktion alles nachsagen, aber nicht, dass sie phantasielos wäre. Im Gegenteil!

Abgedrehter Scheiss trifft es wohl am ehesten. Sollte man es mal gesehen haben? Definitiv. Danach hat man eine solide Trashgrundlage als Bodensatz und kann danach alles andere darüber anordnen und richtig klassifizieren. 😉

Ehre sei seinem Schatten!

Viel Spaß beim Anhören!

Und als kleine Besonderheit gibt es noch etwas oben drauf. Wir haben eine ungeschnittene Tonspur in Original-Lauflänge der ersten Episode von LEXX – The dark zone – Rebellen der Galaxis vorbereitet. Wenn ihr es schafft, sie zeitgleich mit der Wiedergabe des Films zu starten, fühlt ihr euch als würdet ihr mit uns auf dem Sofa sitzen. Ob das etwas Gutes oder Schlechtes ist, bleibt euch überlassen! 🙂

Audiokommentar – LEXX The Dark Zone – Rebellen der Galaxis

 

Die berühmte Duschszene in Folge 2

Aus dem Cast verlink

Viele (nahezu alle wichtigen) Bilder aus der besprochenen Episode gibt es bei Schnittberichte.com

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