Serienrepublik Special: Eine Stammtischlerei

Diese Sonderausgabe der Serienrepublik wendet sich explizit an alle Freunde gepflegter, in technisch brillanter Tonqualität präsentierter Konversation in gehobener Gesellschaft:

Geht weg!

So, nachdem das nun erledigt ist, können wir uns wieder unserer eigentlichen Hörerschaft zuwenden.

Hallo, Ihr Würste! Herzlich Willkommen zur Stammtischrepublik!

Was der Kölner Doctor-Who-Stammtisch an personeller Quantität vermissen lässt, hat er stets schon durch konsequenten Verzicht auf jegliche Qualität gekonnt auszugleichen gewusst:

Ungeordnete Auszüge aus den Stammtisch-Gesprächen. Wenn Ihr die gelesen habt und versteht, worum es geht, müsst Ihr eigentlich den Podcast gar nicht mehr hören!

Intellektuell hochanspruchsvolle Gespräche über ernste, tiefschürfende Themen konsequent vermeidend wird dort seit jeher Erfahrens-, Wissens- und auch wieder Vergessenswertes nicht nur über britische Zeitreisende, sondern über Filme und Serien aller Art aus-, ver- und schlagabgetauscht (unter erschwerten Bedingungen, wie dem Konsum von viel Kölsch, dem Verzehr deftiger Speisen und dem Erdulden von im Hintergrund laut weihnachtsfeiernden Nicht-wirklich-Japaner-Gruppen.)

Ein eher schweigsamer Gast: der 1. Doctor

Ein idealer Ort also, um Felos neuestes Spielzeug, ein schickes, kleines ZoomH2n-Aufnahmegerät, mit dem er sich in Vorbereitung auf ein kommendes Podcast-Projekt selbst beschenkt hat, auszutesten und zumindest einen Teil besagter Wissensperlen vor besagtem Vergessen zu bewahren.
Und dabei die alte These auf ihren Wahrheitsgehalt zu untersuchen:
Nur weil man ein technisches Gerät einschalten kann, muss man es noch lange nicht richtig bedienen können.
Entstanden ist dabei ein Podcast für die audiophil ganz Hartgesottenen. (Sagt also nicht, Ihr wärt nun nicht ausreichend gewarnt worden!)

 

Unterstützung haben Felo und Tobi von ihrem zukünftigen Podcaster-Kollegen (aus besagten zukünftigen Podcast-Projekt) Thure, sowie vom treuen Stammtisch-Stammgast Damian erhalten. Außerdem von diversen Kellnern und Köbesen, die das besagte, zum Reden dringend benötigte Essen und Getränke servierten.
Und natürlich von besagter Weihnachtsfeier-Gruppe im Hintergrund.

Viel Spaß bei Stammtischgeplauder und -geplapper über Doctor Who, Star Trek, The Orville, Colt Seavers, Michael Knight, Michael Knight!, MICHAEL KNIGHT!!!, Baywatch, Dracula, Asterix, M*A*S*H, Highlander, Torchwood, nicht ganz unverdientes Serienrepublik-Bashing, andere Podcasts, die alle so viel besser sind als wir (schnief!), Krüstchen-Gulasch, Mettbrötchen, Kölsch, Käsekuchen, Indianerhöschen, Das Schwarze Loch und Heidi ohne Raumschiffe.
Und Gesang. Aber ohne Ukulele.

avatar Tobi

Einladung: Das Imperium schlägt zu… zum Hörertreffen!

Die Film- und Serienrepublik ist seit neuestem Mitglied des Podcastimperiums (ob eine Republik überhaupt einem Imperium angehören darf, diese Frage überlasse ich an dieser Stelle berufeneren Köpfen.) Außer uns befinden sich noch etliche andere erlauchte Podcasts im Imperium (bei Neugier die Auswahl im Link anschauen und -hören), und als ob das noch nicht genug ist, veranstaltet das Imperium demnächst auch noch ein Unterta… ähem Hörertreffen, zu dem wir Euch alle herzlich einladen. (Um es ehrlich zu sagen: die Arbeit machen andere, wir von der Zecken- und Schmarotzerrepublik hängen uns lediglich als Trittbrettfahrer mit an und tun ganz unverschämt so, als ob das auf unserem Mist gewachsen ist und als ob die Tausenden von Hörern der anderen Casts auch uns zuhören. Sogar der Witz mit den Untertanen ist total frech bei Nerd & Krempel geklaut.)

Das Treffen findet am Samstag, dem 28.10.2017 in Kassel statt. Das ganze ist für 19 Uhr 30 angesetzt, so bis 21 Uhr – oder offenes Ende, je nachdem, wie feucht sich der Abend entwickelt.

Wo genau in Kassel, wissen wir jetzt noch nicht, das hängt davon ab, wie viele Hörer zum Treffen zusagen, und wo wir für solche zu erwartenden Menschenmassen eine passende Location (vorzugsweise eine Kneipe, mit gut gefüllter Speisekarte) finden. Wir werden Euch auf dem Laufenden halten.

Sagt uns also fleißig zu und tut das bitte spätestens bis zum 17. 10. 2017, dann haben wir noch Zeit zum Reservieren.

Nur um zu beweisen, dass Du ein Mensch bist:

Und… ach ja:

Das ist übrigens das Timelash-Wochenende. Solltet Ihr also extra unseretwegen nach Kassel anreisen und nicht wissen, was Ihr das ganze restliche Wochenende mit Euch anfangen sollt, können wir Euch die Erste (3.) Deutsche Doctor Who Convention als lohnenden Zeitvertreib empfehlen. Tickets hat der Schwarzmarkthändler Eures Vertrauens.
…oder wahrscheinlich Ihr selbst schon längst.

Denn mal ehrlich: wenn Ihr an dem Wochenende nicht sowieso wegen der Timelash in Kassel seid, was wollt Ihr dann dort? Uns beim Trinken zuschauen? Oder beim Essen? Oder am Ende gar dort wohnen!?
Ihr seid ja seltsam. (Aber Ihr seid natürlich trotzdem die beste Hörerschaft, die ein aufmerksamkeitsunterversorgter Podcaster sich wünschen kann!)

Ich hoffe also, wir sehen uns zahlreich in Kassel.
Ich freue mich schon sehr darauf.

Euer Felo

Ferienrepublik

Und was kommt jetzt?

Der Ferienkalender!

Ja, ja. Das gute, alte Ferienprogramm…

Oder anders ausgedrückt: Die Große TV-Lüge, dass alle, aber auch wirklich alle blau machen würden, von Flensburg bis nach Oberammergau!
Und das mit unfehlbarem Gefühl für das richtige Timing, während in der Ferienrepublik Deutschland gerade auch das allerletzte Zipfelchen Ferienrest (in besagtem Oberammergau) aufgebraucht ist und unsere Hörer wieder mit und ohne Schultüte unterm Arm zurück in die Penne müssen. Zumindest die jüngeren der jüngsten (in Worten: noch jünger als Tobi!) unserer Zuhörer, die um diese Uhrzeit eigentlich sowieso längst in der Badewanne sein müssten – danach vielleicht noch eine Folge Pumuckl oder Colt Seavers, und dann aber ab ins Bett!

Zu einer zünftigen, bayrischen Brotzeit gibt’s auch ein zünftiges, bayrisches Bier: Meister Eder und sein Pumuckl (©ARD)

Wir, die Alten Männer der Film- und Seriensteinzeit dagegen haben gefühlt immer Ferien, also haben wir uns in trauter Runde ums Lagerfeuer… pardon: ums Mikrofon auf Tims Wohnzimmertisch versammelt und uns in Erinnerung über das Fernsehen unserer Kindheit gesuhlt. Da bleibt es natürlich nicht beim Ferienprogramm, denn Ferien (wenn sie denn endlich kamen) waren ja schließlich nur viel zu wenige Wochen im Jahr, das Fernsehprogramm dagegen war ewig und allgegenwärtig!

…und so angelt man sich als schmutziger, alter Dreibeiniger Herrscher einen knackigen Teenager und führt ihn sich ein! (Auch wenn man ihn eigentlich nicht sehen kann.) (©BBC)

Taucht also ein mit uns in eine weit entfernte Zeit, als Mammuts, Säbelzahntiger, Telefone mit Wählscheiben und Dreibeinige Herrscher über die Erde wandelten, als der Fernseher noch mit der Handkurbel angeworfen werden und das Programm mittels Drehscheibe oder per Ultraschall gewechselt werden musste – was nicht so schlimm war, denn es gab derer ja nur drei. Nur dass das dritte halt immer ein anderes war. Und das vierte, das es eigentlich nicht gab, aus der DDR kam (die es dafür damals noch gab, genau wie Kofferfernseher und die ZDF-Weihnachtsserie, und im Gegensatz zu Erfrischungsstäbchen, die es heute immer noch gibt.)

Autsch! Nein, nein, nein, nicht! Nicht in den Fuß schneiden, du dummer Junge! Trotzdem, schönen Pullover hast du da an, James Bond jr.! (©ZDF)

Damit aber heute nicht nur die antiksten der antiken Erinnerungen auf den Tisch kommen, haben wir noch zwei junge Spünde aus dem frisch gegründeten Podcastimperium zu Wort kommen lassen: den viel zu jungen Sascha von Sie Reden und den noch viel zu jüngeren Gregor von Nerd & Krempel, die uns an Serien ihrer teilweise viel zu späten Kindheit erinnern und uns so Gelegenheit geben, einen zeitlichen Sprung aus der Frühgeschichte in die späte Renaissance kindlicher Unterhaltungsberieselung zu machen.

Wenn alte Männer springen, springen sie nicht sehr weit, und es knackt gefährlich dabei. Gut, wenn dann ein mobiles Feldlazarett in rettender Nähe ist. Oder ein genialer Erfinder, der einem eine Hilfsmaschine gegen chronische Abschweifung erfinden… lässt.

Der 1., 2. und 3. Eder (und sein Pumuckl): Franz Fröhlich, Alfred Pongratz (mit Hans Clarin) und Gustl Bayrhammer (DER Meister Eder unserer Herzen) (©ARD)

Aus dem Cast verlinkt:

avatar Tim
avatar Tobi

Abstrahier, Zwo, Vier!

Ist Kunst Design? Design Kunst? Können Designer Künstler sein, und Künstler Designer? Was ist überhaupt Kunst, und was ist Design, gibt es einen Unterschied, und wenn nicht, ist das wichtig? Oder ist es egal? Oder klein, blau, dreieckig und repräsentiert die mittelbare, trinitäre Transzendenz allen Seins und immateriellen Nicht-Seins in direkter Kommunikation mit Bier und bunten Gummi-Knödeln? Ist es? Nicht? Doch? Na, bitte.

Scott Dadich, hat sich einigen dieser Fragen gestellt, und daraufhin für Netflix eine Serie von Dokumentarfilmen mit und über bekannte Ausnahme-Designer aus den verschiedensten Gebieten, von Illustration, Grafik-Design, Architektur bis hin zum Sportschuh-Design produziert. Filme, die beim Betrachten nicht ganz zu Unrecht die Frage aufwerfen, ob das Filmemachen selbst nicht auch Kunst ist. (Natürlich ist es das! Doofe Frage. Weiter, bitte.)

„Abstrakt – Design als Kunst“

Die Podcaster des Film- und Serienkunstschmiede haben sich ebenfalls einigen dieser Fragen gewidmet, darüber hinaus auch noch vielen, vielen anderen Fragen, was das Thema Kunst, Design und Kreativität betrifft, und haben sich dazu in einer gemütlichen Plauderrunde um Mikro (Phon, nicht Welle!), und jede Menge Junkfood versammelt, um der Sache mit der Kunst mal gründlich auf die Pelle zu rücken.

Damit Felo sich als einziger Kreativschaffender in der Runde nicht so einsam fühlt, und damit Tim noch jemanden zum Ausfragen hat, haben wir uns Lars, alias den Herrn Besten aus der Lauschzwiebel, einen befreundeten Podcaster- und Zeichner-Kollegen eingeladen. Er hat nicht nur (in bester Lauschzwiebel-Manier, wie die treuen Hörer der Zwiebel bestätigen werden) die exotischeren Teile des Junkfoods beigesteuert, sondern auch noch so einiges an persönlichen Einsichten über den kreativen Schaffensprozess.

Außerdem hat er sich so richtig Notitzen über die Serie gemacht. Tim ebenfalls, und Felo hat sich einen dreiviertel Liter 7,5%iges Belgisches Bier mitgebracht – wir sind also gut vorbereitet gewesen für einen Großen Kreativen Akt.

Freut Euch auf eine extra-lange Folge der Film- und Zwiebelrepublik, die uns so viel Gesprächsstoff rund um das Thema der Serie Abstrakt Kreativität – und was mache ich, wenn ich davon betroffen bin” (oder so ähnlich) beschert hat, dass uns nicht mal der Ausfall der Batterie im Mikro gedämpft hat. Viel Spaß.

(c) Netflix

 

Aus dem Cast verlinkt:

 

avatar Tim

Göttliche Amerikaner

Und sehet, sie spoilerten.

Und sie spoilerten ungehemmt und den Zorn der Großen Göttin Spoilerwarnung nicht fürchtend. Denn sie hatten vom Nektar des Bieres getrunken und waren voll der Erleuchtung, die sie wie Gülle über ihre Jünger auszuschütten gedachten, dereinst, am Tage des Jüngsten Downloads…

Wen die Götter zerstören wollen…

…dem geben sie einen Amazon Prime Account.

Und weil die Hohepriester des Film- und Serienkultes so einen besitzen, konnten sie dergestalt ausgerüstet feierlich ihren ganz persönlichen Götzen huldigen, indem sie sich American Gods angesehen haben.

(c) STARZ / Amazon Video 2017

Aber weil sie eben nicht nur normalsterbliche Anhänger des Mediengötterkultes sind, sondern außerdem Podcaster, und damit selbst so etwas wie Götter, haben sie die Serie von Bryan Fuller nach der Romanvorlage von Neil Gaiman (wohlwollend-kreative, aber oft auch launische und zornige Götter) nicht einfach nur angeschaut, sondern anschließend einen Cast dazu aufgenommen.

Come to… Papa? Was dabei rauskommt, wenn man den Nordischen Göttervater mit Inspector Columbo und Al Pacino kreuzt…
(c) STARZ / Amazon Video 2017

Den Ihr, die treuen Anhänger der mächtigen Gottheit Podcast, nun zeremoniell in Euch aufnehmen könnt.

Höret also die frohe Botschaft und vernehmt…

  • Göttliche Stimmen göttlicher Podcaster
  • Vergleiche zwischen Roman und Serie.
  • Jede Menge Hintergrundhalbwissen über jede Menge Götter. Noch mehr Hintergrundhalbwissen über noch mehr Götter. Und Leprechauns. Und noch mehr Götter.
  • Wie blutiges Gemetzel comichaft überzeichnet und doch ästhetisch ansprechend wirken kann.
  • Das Gleiche, nur mit Sex-Szenen.
  • “Vaginal aufgefressen” – eine Formulierung, die im alltäglichen Sprachgebrauch leider viel zu selten Verwendung findet.
  • Wie man Götter tötet. Wirklich tötet!
  • Dass Längen in der Handlung, die scheinbar nichts zur Handlung beitragen, nicht unbedingt was schlechtes sein müssen.
  • Wer Mr. Wednesday im Römischen Götter-Pantheon gewesen wäre, und was der Mittwoch damit zu tun hat.
  • Die abschließende Definition von tragisch.
  • Und dergleichen vieles mehr an froher Verkündung und göttlicher Frohlockung…

So höret denn hin in Frieden!

Und huldigt den Podcast-Götzen des Film- und Serienpantheons, indem Ihr ihnen Opfer darbringt in Form von Kommentaren, Leserbriefen, Voicemails (hier gleich rechts nebenan, nur 1 Mausklick entfernt von der Erleuchtung!) und positiven iTunes-Rezensionen. Halleluja. Amen. Oooooooooodiiiiiin!

 

Aus dem Cast verlinkt:

There’s a Starman… Starwoman?
(c) STARZ/Amazon

 

 

avatar Oli
avatar Tim

Valerian & der Podcast der Tausend Züge

Dieser Podcast wurde unter erschwerten Bedingungen erstellt: Karnickelscheisse, Fliegen, brüllende Hooligans, Currywurst, Pommes mit zu viel Mayonnaise im Mund, eingeschlafene Arme, knirschende Knochen, Grasabdrücke auf nackter Haut und jede Menge Züge! Zwei schmutzige, alte Männer im Park.

Wir haben für unsere Kunst gelitten – jetzt seid Ihr dran!

Der Weltraum – unendliche Oberweiten: Laureline und Valerian

Wir befinden uns im 28. Jahrhundert. Eine zweiköpfige Abordnung der Film- und Seriengalaxie wurde ins Kino entsandt. Commander Tobi und Commodore Felo haben sich mutig durch die unendlichen Weiten der Kölner Nahverkehrsbetriebe auf den Weg gemacht, und wurden an ihrem Ziel, einem auf immense Größe angewachsenen Komplex aus futuristischen Glas-, Stahl- und Rolltreppenkonstruktionen, in dem sich die verschiedensten Vertreter fremder Kinogängerspezies tummelten, von einer ob der Fremdartigkeit ihrer Besucher angemessen beeindruckten Gesandtschaft des Kinobetreibers höflich begrüßt.
Nach dem zeremoniellen Austausch von Gastgeschenken (zu viel Geld im Gegenzug für zwei halbe Liter Bier), und der Entgegennahme von besonderen Brillen, ohne die sie, wie man ihnen versicherte, nichts von dem Spektakel hätten, das sich da vor ihnen in einer weiteren (vierten?) Dimension abspielen sollte, begab sich die Abordnung in einen der Projektionssäle, um sich dort einen lehrreichen Dokumentarfilm über die Anfänge und Entstehung des Kinokomplexes anzusehen: Luc Bessons ScienceFiction-Comicverfilmung

„Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“

Anlass für diesen historischen, ersten Ausflug unseres Podcastes ins Kino war nichts weniger als der banale Umstand, dass wir den Trailer in diesem Internet gesehen haben und er uns einfach gefallen hat. Also sagten wir uns, wie die waghalsigen, Neuland-nicht-fürchtenden Pioniere, die wir sind: Na, das schauen wir uns doch mal an! Und wenn der Film gut ist, setzen wir uns anschließend mit dem Mikro in irgend eine laute Ecke (stille Ecken haben wir als Möglichkeit in Köln von vornherein als Science Fiction verworfen) und nehmen spontan einen Podcast dazu auf!

Anweisung für junge Spezial-Agenten: Unauffällig kleiden und…

Zwar waren im Vorfeld die Reaktionen auf den Film (intern, wie extern) schon sehr gemischt, aber wir dachten uns: Wir riskieren’s einfach mal! Im schlimmsten Fall, so sagten wir uns, machen wir halt mal einen (nach Meinung von einigen: lange überfälligen) Verriss-Podcast – und im allerschlimmsten Fall machen wir gar keinen, sondern gehen einfach nur unbefriedigt nach Hause.

(…unbefriedigt nicht zuletzt, wir geben es zu (denn wir sind schmutzige, alte Männer), weil wir vor dem Kinobesuch, nach erfreulichen Erfahrungen mit anderen Filmen des Monsieur Besson, wie dem 5. Element oder Adèle und das Geheimnis des Pharaos, blauäugig und möglicherweise vergebens darauf gehofft hatten, in diesem (französischen!) Film freundliche, nackte Nippel sehen zu dürfen – eine Hoffnung, die aber im Vorfeld schon durch die deutsche FSK12-Jugendfreigabe etwas gedämpft wurde.)

Wir können an dieser Stelle aber wohl getrost spoilern (und werden – ACHTUNG! WARNUNG! – auch im Folgenden über den Film nicht spoilerfrei reden!), dass der allerschlimmste Fall nicht eingetreten ist – denn sonst würdet Ihr hier sinnlos auf leere Seiten starren und Euch fragen, was Ihr hier eigentlich wollt. Und wozu? Zu Recht.

…nicht die Franchises verwechseln!

Ob das nun aber im Umkehrschluss auch bedeutet, dass Cara Delevingne, die im Film Titelheld Valerians Kollegin und widerspenstiges Objekt romantischer Begierde Laureline spielt, treu dem Vorbild von Milla Jovovich oder Louise Bourgoin gefolgt ist und gezeigt hat, dass die französische Auslegung des Begriffs “jugendfrei” nicht ganz so streng ist oder ob sich Mr. Besson diesmal so sehr am internationalen Markt orientiert hat, dass sich seine Haupt- und Nebendarstellerinnen den ganzen Film über sittsam bedeckt halten…

…und: ob es außer den nackten Brüsten von Luc Bessons Filmheldinnen eigentlich auch andere Dinge gibt, die schmutzige, alte Männer wie uns an „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ noch interessiert haben könnten, wie beispielsweise…

Die Hygieneprozeduren junger, perlmuttglänzender Hübsche-Alien-Prinzessinnen.
Woran wir denken, wenn wir besagte Alienprinzessin spärlich bekleidet aus überdimensionierten Muschelöffnungen treten sehen.
Die patentierte Vervielfältigungsmethode via Perlenkackender Schweinehamster.
Warum Laureline im Film im Gegensatz zum Comic blondewashed ist, aber nicht eingedeutscht.
Ob sich das mit den 3D-Brillen diesmal gelohnt hat.
Sponge Bob, ein Dozer mit Mutter und Bud Spencer.
Ob es uns wohl gelingen wird, die ohnehin schon stark benachteiligte Handlung des Films durch unsere Nacherzählung noch mehr zu verwirren.
Und ob wir es am Ende geschafft haben, Rhiannas in mehrerer Hinsicht ebenso bemerkens- wie vergessens-werten Filmpart zu vergessen (Spoiler: ja, wir haben es geschafft! Schimpf und Schmach über uns! So eine schöne Gelegenheit verpasst, gleichzeitig sabbern und motzen zu können. Wir sind eine Schande für alle schmutzigen, alten Männer.)
Außerdem: Was Ihr tun müsst, damit wir Eure Oma grüßen.

…das alles, und noch viel mehr, erfahrt Ihr nur, wenn Ihr da ein Stück weiter unten auf den Play-Button drückt.

Also, einer von denen kommt uns irgendwie vertraut vor… klingt irgendwie… quadratisch… oder so.

Oder selber ins Kino geht (vorzugsweise vor oder nach dem Hören unseres Podcasts) und Euch Eure eigenen Gedanken zu diesen Fragen macht (und uns dann das Ergebnis Eurer Überlegungen gerne in die Kommentare schreibt. 😉 )

Oder geht in den Comicladen Eures Vertrauens und fragt nach „Valerian und Veronique“, denn so hieß die französische Comicserie „Valerian et Laureline“ auf Deutsch (so seltsam das mit einem Namen wie Veronique auch erscheinen mag!) Damit könnt Ihr auch keinen Fehler machen.

Viel Spaß, wie immer Ihr Euch entscheidet.

Sieht aus, als würde ein… ähem… Schatten auf den paradiesischen Planeten… ähem… fallen. Woran erinnert uns denn jetzt das nun wieder? #superschwellig

Bildrechte: 2016, Universumfilm

Aus dem Beitrag verlinkt:

avatar Tobi
Die Knackigkeit royaler Arschbacken - dank Matt Smith!

Gekrönten Hauptes in die Seifenoper

 

Prinz Philip, Duke of Edinbourgh, erklärter Liebling der Briten und Prinzgemahl von Königin Elizabeth II von Großbritannien hat kürzlich angekündigt, sich mit 96 Jahren endlich in den Ruhestand zu verziehen, nach fast 70 Jahren Karriere als Nummer 2 im Schatten seiner Frau – während seine holde Gemahlin mit 91 immer noch voll im Berufsleben steht, und wohl auch so schnell nicht an Rente denkt.

Strickjäckchen, Krone und pflichtbewusster Dackelblick: alles, was frau für den Arbeitsalltag braucht!

Grund genug für uns, die ungekrönten und zum Teil ausgeprägt unroyalistischen Häupter der Film- und Serienrepublik, einmal einen Blick darauf werden zu wollen, wie sie damals begann, die Herrschaft dieses reizenden Ehepaars auf (und in Philips Fall: neben) dem Thron des Britischen Empires.
Dass wir dafür nicht auf die Lektüre von Bunte, Gala oder ähnlichen Fachjournalen für gekrönte Häupter angewiesen sind, verdanken wir Peter Morgan, dem Rolf Seelmann-Eggebert der britischen Film- und Serienlandschaft seit 2006 (als er mir mit seinem Film The Queen einen verregneten Urlaub noch verregneter hat erscheinen lassen.) Denn zum Glück für uns hat er ein Jahr, bevor Prinz Philip seine Ruhestandspläne bekannt gegeben hat, eine 10-teilige Netflix-Serie heraus gebracht:

The Crown

 

Claire Foy spielt mit trotzigem, dramatisch-pflichtbewusstem Blick (einem Gesichtsausdruck, den man am besten als eine Mischung aus Jungfrau von Orleans, Tommys kleiner Schwester Annika und Verstopfung beschreibt), den jungen Kopf unter der titelgebenden Krone (die auf ihr sehr vorbildsgetreu erschreckend riesig wirkt), während Matt Smith an ihrer Seite ihren unbequemen Göttergatten und Prinzgemahl Philip darstellt – ebenfalls ziemlich vorlagentreu, nach allem, was man so hört: von Fettnäpfchen bei Staatsbesuchen bis hin zu nackten Details, die manch einen Zuschauer in helle Verzückung über die perfekte Knackigkeit royaler Arschbacken versetzt haben dürfte, lebt Matt Smith seine Rolle (wieder mal) mehr, als dass er sie spielt.

Irgend jemand hat scheinbar dem Premierminister den Buckel weg operiert! Und wir dachten, sie hätten nur dem König die Lunge raus genommen… (Foto: ©Netflix)

The Crown – eine hochkarätig besetzte, sündhaft teuer produzierte Netflix-Serie, ein emotional packendes Historien-Drama, außerdem eine Studie über Zeroest-World-Problems und eine Royale Seifenoper der Superlative, die die Grundprämisse so vieler Filme und Serien über gekrönte Häupter in den letzten Jahren und Jahrzehnten nicht nur simpel wiederkäut, sondern sie gekonnt deklamiert:

„Königs haben’s auch nicht leicht!

…die können ja auch nicht immer so, wie sie wollen, ne!“

 

Prinz Philip: ent-griechifiziert und ent-deutscht (was für eine Kombination!)

(Wem diese Weisheit nicht originell genug ist, weil er oder sie schon bis zum Erbrechen in Werken wie Victoria, Victoria & Albert, Elizabeth, The Tudors, The Madness of King George, The King’s Speech, King Ralf, Sissi und gefühlten Dutzenden anderer Royaler Schicksalsschmachtfetzen vorgebetet bekommen hat, der (oder die) sollte sich schämen, denn er (oder sie) ist ein böser, böser Mensch, zutiefst anti-royalistisch und wird dereinst in dem für ungewaschene Bolschewiken und Republikanern vorbehaltenen Teil der Hölle schmoren!)

Was es sonst noch zu der Serie zu sagen gibt, zu Besetzung, Ausstattung, Kostümen, Kulissen, Echsenmenschen, Dramaturgie, historischer Akkuratesse, unseren persönlichen Verhältnissen zu Königs und Königins, Lob, Rants, Anekdoten über koreanische Staatsoberhäupter, praktische Tipps und Vorschläge zur Erleichterung des Erwerbs von Adelstiteln… außerdem: wieso man es leichter hatte, David Tennant den Comic-Schurken abzunehmen als Matt Smith den Prinzgemahl, ob Royals nun wirklich arbeiten oder nicht, ob der nackte Winston Churchill eine ebenso große Augenweide ist wie der nackte Prinz Philip, wieso da eigentlich die ganze Zeit gequalmt wird, und wie im Großen, Ganzen und Speziellen das Urteil der einzelnen königstreuen Mitglieder des Hohen House of Lords der Film- und Serienmonarchie über The Crown ausfällt…

Hört am besten einfach in den Podcast rein und fällt selbst ein Urteil.

(…auch über uns und unser Urteil. Solange Ihr uns nicht auf die Guillotine schickt, werden wir wohl damit leben können. Und solltet Ihr danach beschließen, dass es an der Zeit wäre, Monarchien generell abzuschaffen, findet Ihr bei uns mindestens einen tatkräftigen Unterstützer!)

Aus dem Cast verlinkt:

avatar Oli
avatar Tim