Ferienrepublik

Und was kommt jetzt?

Der Ferienkalender!

Ja, ja. Das gute, alte Ferienprogramm…

Oder anders ausgedrückt: Die Große TV-Lüge, dass alle, aber auch wirklich alle blau machen würden, von Flensburg bis nach Oberammergau!
Und das mit unfehlbarem Gefühl für das richtige Timing, während in der Ferienrepublik Deutschland gerade auch das allerletzte Zipfelchen Ferienrest (in besagtem Oberammergau) aufgebraucht ist und unsere Hörer wieder mit und ohne Schultüte unterm Arm zurück in die Penne müssen. Zumindest die jüngeren der jüngsten (in Worten: noch jünger als Tobi!) unserer Zuhörer, die um diese Uhrzeit eigentlich sowieso längst in der Badewanne sein müssten – danach vielleicht noch eine Folge Pumuckl oder Colt Seavers, und dann aber ab ins Bett!

Zu einer zünftigen, bayrischen Brotzeit gibt’s auch ein zünftiges, bayrisches Bier: Meister Eder und sein Pumuckl (©ARD)

Wir, die Alten Männer der Film- und Seriensteinzeit dagegen haben gefühlt immer Ferien, also haben wir uns in trauter Runde ums Lagerfeuer… pardon: ums Mikrofon auf Tims Wohnzimmertisch versammelt und uns in Erinnerung über das Fernsehen unserer Kindheit gesuhlt. Da bleibt es natürlich nicht beim Ferienprogramm, denn Ferien (wenn sie denn endlich kamen) waren ja schließlich nur viel zu wenige Wochen im Jahr, das Fernsehprogramm dagegen war ewig und allgegenwärtig!

…und so angelt man sich als schmutziger, alter Dreibeiniger Herrscher einen knackigen Teenager und führt ihn sich ein! (Auch wenn man ihn eigentlich nicht sehen kann.) (©BBC)

Taucht also ein mit uns in eine weit entfernte Zeit, als Mammuts, Säbelzahntiger, Telefone mit Wählscheiben und Dreibeinige Herrscher über die Erde wandelten, als der Fernseher noch mit der Handkurbel angeworfen werden und das Programm mittels Drehscheibe oder per Ultraschall gewechselt werden musste – was nicht so schlimm war, denn es gab derer ja nur drei. Nur dass das dritte halt immer ein anderes war. Und das vierte, das es eigentlich nicht gab, aus der DDR kam (die es dafür damals noch gab, genau wie Kofferfernseher und die ZDF-Weihnachtsserie, und im Gegensatz zu Erfrischungsstäbchen, die es heute immer noch gibt.)

Autsch! Nein, nein, nein, nicht! Nicht in den Fuß schneiden, du dummer Junge! Trotzdem, schönen Pullover hast du da an, James Bond jr.! (©ZDF)

Damit aber heute nicht nur die antiksten der antiken Erinnerungen auf den Tisch kommen, haben wir noch zwei junge Spünde aus dem frisch gegründeten Podcastimperium zu Wort kommen lassen: den viel zu jungen Sascha von Sie Reden und den noch viel zu jüngeren Gregor von Nerd & Krempel, die uns an Serien ihrer teilweise viel zu späten Kindheit erinnern und uns so Gelegenheit geben, einen zeitlichen Sprung aus der Frühgeschichte in die späte Renaissance kindlicher Unterhaltungsberieselung zu machen.

Wenn alte Männer springen, springen sie nicht sehr weit, und es knackt gefährlich dabei. Gut, wenn dann ein mobiles Feldlazarett in rettender Nähe ist. Oder ein genialer Erfinder, der einem eine Hilfsmaschine gegen chronische Abschweifung erfinden… lässt.

Der 1., 2. und 3. Eder (und sein Pumuckl): Franz Fröhlich, Alfred Pongratz (mit Hans Clarin) und Gustl Bayrhammer (DER Meister Eder unserer Herzen) (©ARD)

Aus dem Cast verlinkt:

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Valerian & der Podcast der Tausend Züge

Dieser Podcast wurde unter erschwerten Bedingungen erstellt: Karnickelscheisse, Fliegen, brüllende Hooligans, Currywurst, Pommes mit zu viel Mayonnaise im Mund, eingeschlafene Arme, knirschende Knochen, Grasabdrücke auf nackter Haut und jede Menge Züge! Zwei schmutzige, alte Männer im Park.

Wir haben für unsere Kunst gelitten – jetzt seid Ihr dran!

Der Weltraum – unendliche Oberweiten: Laureline und Valerian

Wir befinden uns im 28. Jahrhundert. Eine zweiköpfige Abordnung der Film- und Seriengalaxie wurde ins Kino entsandt. Commander Tobi und Commodore Felo haben sich mutig durch die unendlichen Weiten der Kölner Nahverkehrsbetriebe auf den Weg gemacht, und wurden an ihrem Ziel, einem auf immense Größe angewachsenen Komplex aus futuristischen Glas-, Stahl- und Rolltreppenkonstruktionen, in dem sich die verschiedensten Vertreter fremder Kinogängerspezies tummelten, von einer ob der Fremdartigkeit ihrer Besucher angemessen beeindruckten Gesandtschaft des Kinobetreibers höflich begrüßt.
Nach dem zeremoniellen Austausch von Gastgeschenken (zu viel Geld im Gegenzug für zwei halbe Liter Bier), und der Entgegennahme von besonderen Brillen, ohne die sie, wie man ihnen versicherte, nichts von dem Spektakel hätten, das sich da vor ihnen in einer weiteren (vierten?) Dimension abspielen sollte, begab sich die Abordnung in einen der Projektionssäle, um sich dort einen lehrreichen Dokumentarfilm über die Anfänge und Entstehung des Kinokomplexes anzusehen: Luc Bessons ScienceFiction-Comicverfilmung

„Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“

Anlass für diesen historischen, ersten Ausflug unseres Podcastes ins Kino war nichts weniger als der banale Umstand, dass wir den Trailer in diesem Internet gesehen haben und er uns einfach gefallen hat. Also sagten wir uns, wie die waghalsigen, Neuland-nicht-fürchtenden Pioniere, die wir sind: Na, das schauen wir uns doch mal an! Und wenn der Film gut ist, setzen wir uns anschließend mit dem Mikro in irgend eine laute Ecke (stille Ecken haben wir als Möglichkeit in Köln von vornherein als Science Fiction verworfen) und nehmen spontan einen Podcast dazu auf!

Anweisung für junge Spezial-Agenten: Unauffällig kleiden und…

Zwar waren im Vorfeld die Reaktionen auf den Film (intern, wie extern) schon sehr gemischt, aber wir dachten uns: Wir riskieren’s einfach mal! Im schlimmsten Fall, so sagten wir uns, machen wir halt mal einen (nach Meinung von einigen: lange überfälligen) Verriss-Podcast – und im allerschlimmsten Fall machen wir gar keinen, sondern gehen einfach nur unbefriedigt nach Hause.

(…unbefriedigt nicht zuletzt, wir geben es zu (denn wir sind schmutzige, alte Männer), weil wir vor dem Kinobesuch, nach erfreulichen Erfahrungen mit anderen Filmen des Monsieur Besson, wie dem 5. Element oder Adèle und das Geheimnis des Pharaos, blauäugig und möglicherweise vergebens darauf gehofft hatten, in diesem (französischen!) Film freundliche, nackte Nippel sehen zu dürfen – eine Hoffnung, die aber im Vorfeld schon durch die deutsche FSK12-Jugendfreigabe etwas gedämpft wurde.)

Wir können an dieser Stelle aber wohl getrost spoilern (und werden – ACHTUNG! WARNUNG! – auch im Folgenden über den Film nicht spoilerfrei reden!), dass der allerschlimmste Fall nicht eingetreten ist – denn sonst würdet Ihr hier sinnlos auf leere Seiten starren und Euch fragen, was Ihr hier eigentlich wollt. Und wozu? Zu Recht.

…nicht die Franchises verwechseln!

Ob das nun aber im Umkehrschluss auch bedeutet, dass Cara Delevingne, die im Film Titelheld Valerians Kollegin und widerspenstiges Objekt romantischer Begierde Laureline spielt, treu dem Vorbild von Milla Jovovich oder Louise Bourgoin gefolgt ist und gezeigt hat, dass die französische Auslegung des Begriffs “jugendfrei” nicht ganz so streng ist oder ob sich Mr. Besson diesmal so sehr am internationalen Markt orientiert hat, dass sich seine Haupt- und Nebendarstellerinnen den ganzen Film über sittsam bedeckt halten…

…und: ob es außer den nackten Brüsten von Luc Bessons Filmheldinnen eigentlich auch andere Dinge gibt, die schmutzige, alte Männer wie uns an „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ noch interessiert haben könnten, wie beispielsweise…

Die Hygieneprozeduren junger, perlmuttglänzender Hübsche-Alien-Prinzessinnen.
Woran wir denken, wenn wir besagte Alienprinzessin spärlich bekleidet aus überdimensionierten Muschelöffnungen treten sehen.
Die patentierte Vervielfältigungsmethode via Perlenkackender Schweinehamster.
Warum Laureline im Film im Gegensatz zum Comic blondewashed ist, aber nicht eingedeutscht.
Ob sich das mit den 3D-Brillen diesmal gelohnt hat.
Sponge Bob, ein Dozer mit Mutter und Bud Spencer.
Ob es uns wohl gelingen wird, die ohnehin schon stark benachteiligte Handlung des Films durch unsere Nacherzählung noch mehr zu verwirren.
Und ob wir es am Ende geschafft haben, Rhiannas in mehrerer Hinsicht ebenso bemerkens- wie vergessens-werten Filmpart zu vergessen (Spoiler: ja, wir haben es geschafft! Schimpf und Schmach über uns! So eine schöne Gelegenheit verpasst, gleichzeitig sabbern und motzen zu können. Wir sind eine Schande für alle schmutzigen, alten Männer.)
Außerdem: Was Ihr tun müsst, damit wir Eure Oma grüßen.

…das alles, und noch viel mehr, erfahrt Ihr nur, wenn Ihr da ein Stück weiter unten auf den Play-Button drückt.

Also, einer von denen kommt uns irgendwie vertraut vor… klingt irgendwie… quadratisch… oder so.

Oder selber ins Kino geht (vorzugsweise vor oder nach dem Hören unseres Podcasts) und Euch Eure eigenen Gedanken zu diesen Fragen macht (und uns dann das Ergebnis Eurer Überlegungen gerne in die Kommentare schreibt. 😉 )

Oder geht in den Comicladen Eures Vertrauens und fragt nach „Valerian und Veronique“, denn so hieß die französische Comicserie „Valerian et Laureline“ auf Deutsch (so seltsam das mit einem Namen wie Veronique auch erscheinen mag!) Damit könnt Ihr auch keinen Fehler machen.

Viel Spaß, wie immer Ihr Euch entscheidet.

Sieht aus, als würde ein… ähem… Schatten auf den paradiesischen Planeten… ähem… fallen. Woran erinnert uns denn jetzt das nun wieder? #superschwellig

Bildrechte: 2016, Universumfilm

Aus dem Beitrag verlinkt:

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Besoffen durch Zeit und Raum

Der Protagonist: Cholerisch, egozentrisch, süchtig und kriminell. Rick Sanchez.

Rick and Morty

Wie es sich für einen (momentan) reinen Jungs-Nerd-Podcast gehört, haben wir uns für die erste thematisch festgelegte Episode der Serienrepublik eine der derzeit angesagtesten Science Fiction Animationsserien herausgesucht:

Rick and Morty sind eine Besonderheit im Serienuniversum. Entweder man liebt sie oder man hasst sie. Aber unter uns: Es ist verdammt schwer nicht sofort dem Stil und Humor der Sendung komplett mit Haut und Haar zu verfallen und von einem halbherzigen Erstseherexperiment an einem lauen Fernsehabend zum Wochenend-Binge-Watch abzurutschen.

Da es aktuell erst zwei Staffeln dieser Ausnahmesendung gibt, sollte das sozialgesellschaftlich vermutlich noch vertretbar sein. 😉

Worum geht’s eigentlich?

Enkel Morty – hat immer ein ungutes Gefühl. womit quält Rick ihn als nächstes?
Der exzentrische Wissenschaftler und Alkoholiker Rick Sanchez zieht im Vorstadthaus seiner Tochter ein und verleitet deren Sohn Morty dazu ihm Gehilfe, Reisebegleiter und Schutzschild zu werden.  In der Garage hat er sein Labor eingerichtet und von dort aus starten die beiden durch Zeit, Raum und parallele Dimensionen und erleben den abstrusesten Irrsinn, den man sich nur vorstellen kann.

Und was habt ihr draus gemacht?

Wir haben auf jeden Fall die Gelegenheit genutzt, dass die holde Weiblichkeit in Form von Manuela mit ihrer Technik noch nicht am Start ist, so dass wir uns inspiriert rülpsend und schmatzend durch die Thematik diskutiert haben.

Oli wurde genötigt, am Wochenende vor der Aufzeichnung dieser Sendung in die Serie hineinzuschauen und uns seinen Eindruck als Erstseher zu schildern. Nur soviel vorab: Rick and Morty haben einen neuen Hardcorefan! 🙂

An einer Stelle während der Analyse der wunderbar gezeichneten Hintergründe von Rick and Morty schweift der liebe Felo etwas ab zu einer anderen Serie, die thematisch jetzt nicht wirklich mithalten kann. Oli bekommt den Auftrag, bis zum nächsten Serienrepublik Podcast die alte Kinderserie “Heidi” zu binge-watchen. 😉 Es bleibt abzuwarten, ob er das wirklich tun wird.

Schnuffel. 4 Mignonbatterien für die Weltherrschaft.

Felo, seines Zeichens Zeichentrickfilmer und Animator, hat die Machart von Charakteren, Kulissen, Animation begutachtet und steuert interessante Fakten zu. Dabei geht es dann nicht nur darum, ob etwas schön gezeichnet ist, sondern ob die Hintergründe ausgearbeitet sind und alles harmonisch zusammenpasst. Tut es wohl bei Rick and Morty,  er war direkt so zufrieden, dass wir auch noch genug Zeit hatten um über Details wie Synchronisation und Aussprache zu philosophieren.

Tim schafft es in seiner Begeisterung vom Hölzchen auf’s Stöckchen zu kommen und vom roten Faden kann überhaupt keine Rede sein. Aber hört selbst, das passt ganz gut zum Thema, denn chaotisch sind Rick and Morty definintiv auch.

Aus dem Cast verlinkt

Rick and Morty gratis online schauen


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